Silvester im neuen Womo!

Do., 31. Dezember 2015 / Fr., 1. Januar 2016

Ein frohes neues...
Ein frohes neues...
... Jahr 2016!
... Jahr 2016!

Eigentlich ist dieser Ereignis, zumindest was die Rolle unseres Womos angeht, gar nicht so erwähnenswert und so viel zu schreiben gibt es auch nicht. 

Warum der Jahreswechsel dann trotzdem hier Eingang findet, liegt am "eiskalten" Start in den Tag und daran, dass unser Gefährt(e) erst seit kurzem bei uns ist und dies die erste Nacht sein wird, die wir in unserem Womo verbringen wollen - und dann gleich so eine besondere, eben den Jahreswechsel.

 

Als wir unser Reisemobil am 12. Dezember 2015, also vor knapp drei Wochen, vom Händler abholten, mussten wir bis kurz nach Weihnachten warten, bis wir es schafften, einen ersten Tagesausflug damit zu unternehmen. Die eigentlich so besinnliche und ruhige Adventszeit ist ja bekanntlich eine der hektischsten und stressigen Phasen des Jahres, "alle Jahre wieder..."


Aber es war eben "nur" ein Tagesausflug, ohne Übernachtung. Und nun umgekehrt: "nur" schlafen... und kein einziges Foto vom Womo in dieser Silvesternacht...

 

"Eiskalte Tatsachen" am Morgen des Silvestertages...

Der letzte Tag des Jahres 2015 beginnt für Frau Fernschreiberin mit einer ausgiebigen Grundreinigung des Womos. Wir haben zwar schon ein paar Stunden tagsüber darin verbracht und eigentlich ist es auch sehr sauber, aber immerhin war es auch ein halbes Jahr in der Vermietung, und da fühlen wir uns einfach wohler, wenn wir wissen, es ist alles einwandfrei - oder wir können den Dreck, den wir später finden werden, wenigstens als unseren eigenen identifizieren... Außerdem müssen ja auch die Betten noch bezogen werden.

Vor dem Frühstück schaltet Herr Fernschreiber schon mal die Heizung im Womo ein, denn beim späteren Putzen sollte es auch ein wenig warm sein, immerhin ist es draußen ziemlich kalt. Doch dann der große Schreck circa eine Stunde später: es ist immer noch kalt im Womo, die Heizung funktioniert nicht! Das ging doch vorher!? Und ohne Heizung im Dezember darin schlafen? Wir sehen unsere heutige Übernachtung im Womo schon in weite Ferne gerückt...

Was könnte die Ursache sein? Das Womo in unserer Garageneinfahrt ist mit Landstrom versorgt, die Umluft sollte eigentlich funktionieren und überhaupt - die Heizung funktioniert ja mit Gas. Wir kontrollieren nochmals die Gasflasche, die Herr Fernschreiber heute Morgen aufgedreht hatte: jawohl, ist geöffnet, Gas sollte also in den Leitungen sein. Als Nächstes die Kontrolle des Gas-Absperrhahnes unter der Spüle im Womo: jawohl, der Hahn für die Heizung ist auch geöffnet... Wir finden die Ursache nicht und gottergeben fängt Frau Fernschreiberin mit dem Putzen an, das muss ja sowieso mal gemacht werden, egal, ob es warm oder kalt ist im Womo, dann muss man sich eben "warmputzen" und später nochmal nach dem Grund fahnden.

 

Plötzlich ein Geistesblitz!

Bei so rein "mechanischen" Arbeiten wie dem Putzen muss man ja nicht allzuviel denken und daher kann der Kopf frei werden für neue Ideen und "Um-die-Ecke-Denken". So etwas in der Art muss wohl auch im Hirn von Frau Fernschreiberin vorgegangen sein, als plötzlich der Geistesblitz folgt: Der Blick geht erneut zu den drei Absperrventilen unter der Spüle für Heizung, Kühlschrank und Gasherd. Die zwei für Kühlschrank und Herd stehen waagerecht, sind also geschlossen, das Ventil für die Heizung steht senkrecht, ist offen. Gekennzeichnet sind die Ventilköpfe ab Werk durch aufgeklebte Piktogramme in ihrer Mitte mit den drei entsprechenden, eindeutigen Symbolen.

Könnte es sein, dass die aufgeklebten Symbole eventuell vertauscht sind? Schnell mal ausprobiert: Frau Fernschreiberin öffnet zusätzlich den Gas-Absperrhahn für den Kühlschrank und startet die Heizung erneut. Und siehe da: die Heizung funktioniert! Ja priiima!!! Aufgefallen ist es vorher nicht, weil bei der Besichtigung und Kontrolle oder bei unserem ersten Ausflug an den Alberssee immer alle drei Absperrventile gleichzeitig offen waren. Für die heutige Übernachtung brauchen wir aber weder Kühlschrank noch Herd, also blieben diese Ventile heute Morgen zu und so fiel der Fehler auf. Na, den Fehler kann Frau Fernschreiberin auch ganz allein und schnell beheben: einfach die beiden Aufkleber mit dem Heizungs- und Kühlschrank-Symbol umettikettieren und schon ist alles wieder in schönster Ordnung!

 

Nicht ganz ohne Stolz und den Putzeimer nach getaner Arbeit fröhlich schwingend verkündet Frau Fernschreiberin nun das glückliche Ende der Fehlersuche gegenüber Herrn Fernschreiber, der mit kritischem Blick über alle Gebrauchsanweisungen und Betriebsanleitungen des Womos brütet, die er sich mit ins Haus genommen hatte...

 

Die Nacht kann kommen

Am frühen Abend fahren wir also doch noch frohgemut zusammen mit den Fernschreiber-Töchtern bei weiterhin ziemlich eisigen Temperaturen zu Freunden von uns, mit denen wir schon seit über einem Jahrzehnt Silvester verbringen, gemeinsam mit noch einer weiteren Familie, reihum als wechselnde Gastgeber. 

Glücklicherweise sind die Straßen nicht gefroren, wir haben bisher nur Sommerreifen und besitzen noch gar keine "Winterschuhe" für unseren neuen Gefährten. Von Vorteil ist auch, dass wir nur wenige Kilometer innerhalb unseres Heimatstädchens zurücklegen müssen; die Übernachtung im Womo wäre daher nicht zwangsläufig nötig, aber wir wollen es natürlich auch endlich mal ausprobieren.

 

Eine fröhliche Feier mit selbst gemachter Pizza für sechs Erwachsene und fünf Kinder läutet die letzte Nacht des Jahres 2015 ein. Etwas später am Abend kommt noch eine befreundete Familie samt zweiköpfigem Nachwuchs vorbei und das obligate, da traditionelle Bleigießen muss natürlich auch noch sein... Sieht das bleierne Gebilde, das wir nach seinem Schmelzakt aus dem Wasser fischen, nicht ein klein wenig wie ein Wohnmobil aus?

 

Um Mitternacht zieht's uns natürlich nach draußen, um das neue Jahr mit einigen wenigen Böllern zu begrüßen. So ganz ohne Feuerwerk geht's dann doch nicht, was vor allem den jüngeren (und älteren...) männlichen Anwesenden der Runde geschuldet ist.

Gegen halb drei Uhr morgens rufen schließlich die Betten so langsam. Die Fernschreiber-Töchter entscheiden sich allerdings nicht für das Womo, sondern für die Schlafcouch im Zimmer ihrer Freundin, der Junior-Gastgeberin. Abtrünnige! Aber andererseits kann man es ja auch verstehen, was zählen Eltern und sogar das neue Wohnmobil ("Da schlafen wir ja noch genug drin..."), wenn die Freunde in der Nähe sind?

 

So haben wir Fernschreiber-Eltern in unserer ersten Nacht im Womo dasselbige ganz für uns allein. Schön warm ist es auch, die Heizung läuft schon seit dem frühen Abend ohne Fehl und Tadel (war da was vorher?)...

Wasser, Toilette, alles bereit und in Betrieb, obwohl unsere Freunde uns diesbezüglich natürlich auch ihr Haus angeboten haben. Dankend lehnen wir hingegen ab, erwartungsvoll und mit Vorfreude wollen wir lieber die "ganze Bandbreite" des Womo-Lebens (zumindest für diese eine Nacht) ausprobieren.

Wir schlafen süß, (wein-)selig und sehr komfortabel, kann man nicht anders sagen.

 

Frohes Neues Jahr!

Nach dem Aufwachen am Morgen stellen wir mit Blick aus dem Fenster fest, dass sich im Haus unserer Freunde noch nicht viel regt und wir beschließen, erst einmal zu uns nach Hause zu fahren und später am Tag unsere Töchter wieder "einzusammeln". Es wird dann doch Nachmittag, bevor der Fernschreiber-Nachwuchs sein "Einverständnis" zur Abholung gibt und ein gemeinsames Kaffeetrinken am Neujahrstag abermals bei unseren Freunden lässt dieses noch so junge, neue Jahr wirklich gut starten.

Mal sehen, was das Jahr 2016 in Sachen Wohnmobil so alles für uns bereithält...

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

ARBRD9