Schön war's! Windige Heimfahrt nach Soest

Mi., 20. Oktober 2021, 9. Reisetag / 487 Tageskilometer / von Kühlungsborn, "Campingpark Kühlungsborn" nach Soest

Stürmische Heimfahrt nach Soest
Stürmische Heimfahrt nach Soest

Das Sturmtief "Ignatz", der erste Herbststurm, kündigt sich an und soll praktisch über ganz Deutschland hinwegfegen. Heute Nacht schon war es schon richtig windig und da wir auf dem Campingplatz unter einer großen Eiche stehen, klackerten so einige Male Eicheln mit ziemlichen Getöse aufs Womodach.

Eigentlich wollten wir heute noch mit den Rädern ins benachbarte Heiligendamm, dem ältesten Seebad an der Ostseeküste. Gestern sind wir mit dem "Molli" da schon durchgefahren, aber gesehen hat man vom Zug aus natürlich nicht viel.

Doch angesichts des drohenden Sturms heute und morgen canceln wir diese Idee und werden heute nach Hause fahren. Kühlungsborn wird also ein würdiger Abschluss dieses Urlaubs sein.

Um ziemlich genau neun Uhr morgens verlassen wir den 5-Sterne-Luxuscampingpark in Kühlungsborn ohne V+E, das macht Herr Fernschreiber lieber in Ruhe zu Hause an der Garageneinfahrt.

16° Celsius zeigt das Thermometer an, ist eigentlich mit der wärmste Tag des gesamten Urlaubs, aber eben auch sehr windig, bewölkt und das Sturmtief droht.

 

 

Um halb zehn Uhr tanken wir für sündhaft teure 1.61 € der Liter in Neubukow. Und das noch vor der Autobahn! Wir befinden uns ja leider in einem Allzeithoch, was die Spritpreise angeht. Kraftstoff ist so teuer wie seit 20 Jahren nicht mehr, so dass überlegt wird, die Mineralölsteuer zu senken. Nützt uns jetzt allerdings für unsere Heimfahrt auch nichts...
An der Tankstelle füllen wir zum ersten Mal fünf Liter AdBlue (5 l-Kanister für 10,99 € hier an der Esso-Tankstelle) nach, mit Gesamtkilometerstand 8016 bei unserem Peugeot. Seit fünf Tagen wird uns ja angezeigt, dass wir AdBlue nachfüllen müssen. Zu Hause haben wir einen weiteren 5 l-Kanister in der Garage stehen, den füllen wir dann da nach. Die Anzeige im Armaturenbrett ist erstmal zufrieden und erlischt. Eine Viertelstunde später geht es weiter, bei 14° Celsius und weiterhin bewölktem Himmel.


Kurz vor Hamburg kommt auch phasenweise mal die Sonne hervor, jetzt gibt es sogar 18° Celsius. Doch noch einen Zwischenstopp einzulegen und sich noch irgendwas anzuschauen, danach steht uns jetzt aber auch nicht mehr der Sinn. Wir haben uns mit der Heimfahrt "abgefunden".

 

Hamburg passieren wir um Viertel nach elf Uhr ohne weitere Probleme oder größere Staus, so dass wir um kurz vor halb zwölf Uhr für eine Dreiviertelstunde Frühstückspause auf der A7 an der Raststätte Hasselhöhe West machen. Brötchen hatten wir heute Morgen noch frisch besorgt, alles weitere ist ja wie immer an Bord.

12:20 Uhr geht's weiter, ab jetzt übernehme ich das Steuer (daher gibt es auch so wenig "Fahrtfotos"...). Um Hannover herum stehen wir eine ganze Weile in einem langen Stau für eine eigentlich popelige Tagesbaustelle, wie sich herausstellt. Na ja, uns drängt ja nichts. Außerdem fängt es jetzt zunehmend und häufiger wieder an zu regnen. Das Sturmtief baut sich weiter auf.

 

Um ziemlich genau vier Uhr am Nachmittag tanken wir für viel billigere 1.53 €/l an der heimischen Hem-Tankstelle fast vor unserer Haustür. Noch schnell den Tank wieder voll machen, bevor die Spritpreise noch weiter nach oben klettern!
Fünfzehn Minuten später, um Viertel nach vier Uhr, stehen wir wieder auf unserer Garageneinfahrt, nach knapp sieben Stunden Fahrt inklusive einer Dreiviertelstunde Pause zuvor.

Zu Hause schüttet Herr Fernschreiber sofort die fünf Liter AdBlue nach (bei Gesamtkilometerstand 8483), bevor das eventuell in Vergessenheit gerät. So hat unser Womo heute insgesamt 10 l von dem Harnstoff spendiert bekommen. Mal schauen, wie lange wir jetzt damit auskommen.

Rechtzeitig bevor der Wind immer stärker wird, entladen wir das Womo. Ein wiederum sehr schöner, mit vielen Eindrücken gespickter Urlaub neigt sich dem Ende entgegen.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Vantourer 600 L Cargo Line

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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