Ein kleiner Ausflug ins Watt und nach Burhave

So., 1. August 2021, 12. Reisetag / 0 Tageskilometer mit Womo / Stellplatz am Butjadinger Yachtclub in Fedderwardersiel

"Shipspotting" am Stellplatz im Butjadinger Yachtclub
"Shipspotting" am Stellplatz im Butjadinger Yachtclub

Heute Nacht hat es immer mal wieder geregnet und auch am Morgen ist es recht stark bewölkt, es schauert ab und zu und das Thermometer zeigt nur 17° Celsius an. Hochsommer in Deutschland 2021...

Aber es ist immerhin nicht mehr so windig wie gestern.

Die Brötchen von Henkens Hafenlädchen, die wir gestern praktisch und bequem über WhatsApp bestellt haben und die Herr Fernschreiber vorhin aus dem Laden am Hafen abgeholt hat, schmecken wirklich gut. Für die morgige Heimfahrt bestellen wir da auch noch mal: Reiseproviant.

Wir können uns mit dem Frühstück Zeit lassen, denn nach einem bewölkten Morgen regnet es um kurz nach zwölf Uhr Bindfäden... also bewundern wir das "Wassergemälde", das sich uns an der Windschutzscheibe zeigt...

Am frühen Nachmittag klart es schließlich ein wenig auf, so dass wir uns um Viertel vor zwei Uhr auf unsere Räder schwingen, um an der Promenade entlang nach Burhave zu radeln. An der Promenade entlang gibt es auch einen neuen Adventure Lab-Cache, den wir natürlich ebenfalls spielen.

 

Seebrücke von Butjadingen und im Hintergrund die Containerterminals von Bremerhaven
Seebrücke von Butjadingen und im Hintergrund die Containerterminals von Bremerhaven

 

An der Seebrücke machen wir Zwischenstation, hier möchte ich doch endlich mal barfuß im Watt herumlaufen. Obwohl wir schon dreimal hier waren, haben wir das noch nie gemacht. Herr Fernschreiber möchte sich auch dieses Mal die Füße nicht dreckig machen, aber ich "stürze" mich in den "Modder", von dem wir wissen, dass er hier stellenweise sehr tief und "anziehend" ist.

 

Auf der Seebrücke

 

Einmal ins Watt, bitte!

 

Von der Seebrücke aus geht's dann in den Matsch. Und tatsächlich - mancherorts versinke ich bis zu den Waden im Meeresboden. Es ist zuweilen recht schwer, die Balance zu halten beim Versuch, einigermaßen sauber vorwärtszukommen, im wahrsten Sinne des Wortes. Mit einem geräuschvoll undefinierbaren Schmaaaaatz und viel Kraft gibt das Watt dann schließlich doch meine Beine aus seiner Umklammerung frei.


 

Nach dem konzentrierten Blick auf den Nahbereich des Watts jetzt wieder ein Panoramablick über die Wesermündung hinweg mit dem Blick nach Bremerhaven:

 

"Belebtes Watt" mit Salzwiesen und Strandnelken im Vordergrund
"Belebtes Watt" mit Salzwiesen und lila blühenden Strandnelken im Vordergrund

 

Wir fahren schließlich weiter und machen kurz Rast am KNAUS-Camping- und Wohnmobilstellplatz direkt am Wasser und praktisch schon in Burhave gelegen. Hier hätten wir uns sicherlich auch hinstellen können, aber der Platz ist viel teurer und auch nicht so persönlich wie im Butjadinger Yachtclub.

Die Strandkörbe stehen hier ungewohnterweise auf Rasen, nicht am Sandstrand, den es hier in klassischer Form eigentlich gar nicht gibt.

Die Nordsee hat unbestritten auch ihren Reiz, aber für den Sommer finden wir die Ostsee fast reizvoller: Das Wasser zum Baden ist immer da, glasklar und recht warm. Breite Sandstrände oder reizvolle Steilküsten bieten viel fürs Auge. Das fällt uns in diesem Sommer besonders auf, wo wir so unmittelbar hintereinander von der Ost- zur Nordsee gereist sind.

Das Reizklima der Nordsee und die Möglichkeiten der Wattwanderungen sind irgendwie für Frühjahr und Herbst angebrachter, zumindest empfinden wir das so.

 

KNAUS-Campingpark und Liegewiesen am Strand von Burhave

 

Wir stellen unsere Fahrräder in Burhave ab und schlendern ein wenig in dem kleinen Touristenort herum. Auch hier kennen wir schon jeden Laden, werden aber doch nochmal fündig in Sachen Shopping...

Am "Strandcafé Rondell" möchten wir eigentlich noch einen kleinen Zwischensnack einnehmen bevor wir zurückradeln, doch hier ist jeder Tisch besetzt bzw. jeder zweite, denn wegen Corona müssen die Abstandsregeln gewahrt bleiben. Na denn, fahren wir eben jetzt schon zurück und machen es uns bei nun aufklarendem Wetter mit längeren sonnigen Abschnitten eben am Womo gemütlich. Schließlich haben wir einen traumhaften Stellplatz mit unserem ganz persönlichen "Weitblick"!

 

"Shipspotting" am Womo

 

Gegen vier Uhr am Nachmittag sind wir dann auch wieder dort, genießen draußen den hier so lang entbehrten Sonnenschein und beobachten das Treiben im kleinen Yachthafen direkt vor uns genauso wie die großen "Dampfer" weit draußen in der Wesermündung, die entweder nach Bremerhaven wollen oder von dort kommen und in alle Herren Länder ziehen. Dazu gibt uns die Seite Schiffsradar.org interessante Informationen, so dass wir das "maritime Flair" hier an der Küste auch richtig aufsaugen können.

 

 

Am frühen Abend ist schließlich Kochen angesagt. Gegessen wird draußen, zum ersten Mal seit unserer Ankunft hier gestern Morgen.

 

 

Abendliche Idylle am Yachthafen:

 

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Vantourer 600 L Cargo Line

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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