Eine Kanutour auf dem Ratzeburger See

Sa., 24. Juli 2021, 4. Reisetag / 0 Tageskilometer mit Womo / Campingplatz "Naturcamping Buchholz"

Entspannende Kanutour auf dem Ratzeburger See
Entspannende Kanutour auf dem Ratzeburger See

Ein sonniger, praktisch windstiller Tag erwartet uns heute, wie schön! Schon morgens um zehn Uhr herrschen ca. 23° Celsius.

Genau die richtige Gelegenheit, mit einem der Kanus, die unten am See liegen und zum Campingplatz gehören, eine kleine Tour übers Wasser zu starten.
Die Kanus und deren Verleihmöglichkeit hatten wir schon am ersten Tag nach unserer Ankunft entdeckt, jetzt sollte es also soweit sein (erst am Ende unseres Aufenthalts hier in Buchholz fanden wir heraus, dass man sich auch hätte SUPs am Campingplatz leihen können, ohne dass wir erst zwei Kilometer hätten fahren müssen... aber das ist eine andere Geschichte...).

 

Gemütlich, wie wir's im Urlaub immer angehen lassen, leihen wir uns erst für 13 Uhr ein 3er-Kanu. Zwei Stunden wollen wir auf dem See herumpaddeln, für 5 € die Stunde. Das ist gerade die Hälfte vom Preis, den wir in Ratzeburg hätten zahlen müssen, wie wir dort auf verschiedenen Werbetafeln gesehen haben.

 

 

Auf dem Wasser stellen wir erneut fest, wie unglaublich ruhig und idyllisch, fast schon kontemplativ es hier ist. Wo auch immer die ganzen Urlauber in Deutschland sind, hier sind sie jedenfalls nicht. Und das ist uns auch eigentlich ganz recht so.
Die Beschaulichkeit mag natürlich auch daran liegen, dass die Infrastruktur direkt am See nicht gerade üppig ist. Ferienhäuser (oder auch "normale" Wohnhäuser) mit Gärten bis an den See oder reichhaltige, ausgedehnte Wälder bis kurz ans Wasser reichend und Schilfgürtel am Ufer lassen die Landschaft rund um den See (mit Ausnahme von Ratzeburg) sehr natürlich und recht "ursprünglich" wirken.

Als wir da so auf dem spiegelglatten See herumschippern, hören wir manchmal rein gar nichts außer dem Geplätscher unsere Paddel beim Eintauchen ins klare Nass.

 

 

Wir haben es gar nicht eilig, lassen uns zeitweise einfach treiben und genießen die Ruhe und Stille. Wegen der fast völligen Windstille sind auch wenig Segelboote zu sehen, ist ja recht langweilig, wenn man beim Segeln kaum vorwärtskommt...

Ab und zu entdecken wir ein kleines Boot am Steg zwischen dem Schilf am Ufer. Private Wasserfahrzeuge, die zu den Häusern gehören, die sich gut zwischen der Vegetation am See verstecken.

Manchmal weitet sich in einer "Bucht", die scheinbar nur durch das Entfernen des Schilfgürtels entstanden zu sein scheint, die Aussicht auf kleinere "Yachthäfen", wo ein paar Segelboote mehr am Steg vor sich hindümpeln und auf Besucher warten.

 

Uns wird recht warm in unserem Kanu, so ganz der Sonne ausgesetzt, aber unangenehm heiß ist es nicht. Gerade genau richtig, um ab und zu die Füße ins Wasser zu hängen und so für eine kleine Erfrischung zu sorgen. Ein wenig Proviant haben wir auch mit an Bord - obwohl wir in den zwei Stunden sicherlich nicht verhungert und verdurstet wären, aber ist halt recht schön, wenn man doch ein bisschen was dabei hat...

  

Ruhe und Idylle am Ratzeburger See
Ruhe und Idylle am Ratzeburger See

Die zwei Stunden sind schneller rum als gedacht und bei so viel "Auf-dem-Wasser-sein" beschließen wir, im Anschluss an die Kanutour uns noch ein wenig im Wasser abzukühlen.

Also: Kanu nach zwei Stunden wieder ans Ufer schleppen (und so'n Kanu ist ganz schön "gewichtig"!), Paddel oben an der Rezeption des Campingplatzes abgeben, in die Badeklamotten schwingen, Luftmatratzen aus der Heckgarage kramen und wieder ab an den See.
Hier am campingplatzeigenen Strand ist jetzt am Nachmittag auch einiges los im und am Wasser - das Gejohle der Kinder und Rufe beim Wasserball im flachen Wasser bieten einen reizvollen Kontrast zu der Stille von eben.

Wir stürzen uns mit ins Wasser, schwimmen ein paar Runden, chillen auf den Luftmatratzen und genießen den Nachmittag in der Sonne.  

Am frühen Abend dann das "übliche Programm" des Urlaubs: duschen, grillen, chillen. Ein schöner Sommertag am See geht langsam seinem Ende entgegen.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Vantourer 600 L Cargo Line

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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