Urlaub in und Umzug nach Bamberg

Die schöne Frankenstadt wird neue Heimat eines Teils der Fernschreiber-Familie


Fahrt vom 17. bis 24. Juli 2020 (8 Reisetage)


Reiseblog Bamberg 2020:

 

Fr., 17. Juli 2020, 1. Reisetag / ca. 365 Tageskilometer / von Soest nach Bamberg-Bug, Camping Insel Bamberg (46 € / Nacht für vier Erwachsene), Koordinaten: 49.8618723,10.914595

Unsere Parzelle auf der Campingplatz
Unsere Parzelle auf der Campingplatz

In diesem Jahr ist irgendwie alles anders als sonst: Nicht nur, dass die Corona-Pandemie  der gesamten Weltbevölkerung nun schon fast ein halbes Jahr lang einen dicken Strich durch das gewohnte, frühere Leben macht, nein, auch im "Mikrokosmos" unserer Fernschreiber-Familie tut sich in diesem Sommer einiges: Nach erfolgreich abgelegtem Abitur müssen unsere Fernschreiber-Zwillinge nun einen weiteren, neuen Schritt in ihr selbstständiges Leben gehen und das heißt erst einmal für ein Jahr ein FSJ - ein freiwilliges soziales Jahr - einlegen, für das sich beide, wenn auch an unterschiedlichen Orten und in etwas verschiedenen Bildungsbereichen, entschieden haben, bevor es nächstes Jahr ins Studium gehen soll.

Während die eine Tochter das FSJ von zu Hause aus in Soest absolviert, zieht es die andere in die Ferne, ins schöne Frankenland. Deswegen waren wir auch vor fünf Wochen schon in Bamberg, am Fronleichnamswochenende, um auf WG-Suche zu gehen.

Innerhalb dieser fünf Wochen entscheiden wir uns auch für ein WG-Zimmer, nämlich dasjenige, das wir "damals" als Zweites besichtigen konnten.

In der Zwischenzeit flattert unserer Tochter eine weitere Mail ihres zukünftigen Arbeitgebers ins Postfach, ob sie sich vorstellen könne und Lust habe, schon ab Anfang August mitarbeiten zu wollen, gegen ein (wenn auch geringes) Entgelt natürlich. Das wäre dann noch nicht das (besser bezahlte) FSJ, das im September startet, sondern ein vorab stattfindendes vierwöchiges Praktikum. In Bayern sind den ganzen August lang Sommerferien und sie könne sich gerne bei der Gestaltung und Betreuung verschiedener Ferienprogramme einbringen.

Unsere Tochter braucht gar nicht lange überlegen und sagt gerne zu. Eine schöne Abwechslung zur im Moment "lauen" Zeit des Nichtstuns nach dem Abitur und schon mal eine Eingewöhnung in die neue Heimat, bevor es dann im FSJ "ernst" wird.

 

Allerdings bleibt jetzt nicht mehr viel Zeit für alle möglichen Planungen und organisatorischen Notwendigkeiten. Tempo machen heißt die Devise! Wir werden also dieses Jahr (fast notgedrungen) unseren "Jahresurlaub" zu viert in Bamberg verbringen, kombiniert mit dem Umzug, wenn das alles so klappen sollte, wie wir uns das vorstellen. Am Ende des Urlaubs lassen wir dann unsere flügge gewordene Tochter schon in Bamberg zurück, während wir zu dritt wieder gen Soest fahren. Soweit die Planungen.

 

Wir nehmen Kontakt zum Vermieter auf, vereinbaren einen Termin während unseres Aufenthaltes in Bamberg mit ihm und kontaktieren den Vorbesitzer des WG-Zimmers wegen der Schlüssel- und Kautionsübergabe.

 

Die restliche verbleibende Zeit in Soest heißt es packen und (aus-)sortieren, viele Dinge sind noch zu erledigen. Unsere Tochter organisiert eine kleine Abschiedsparty von ihren Freunden und ihrer Familie und wenige Tage später heißt es schon Abschiednehmen von Soest, für uns Eltern und der anderen Zwillingstochter nur für eine Woche, für unseren "Zugvogel" erstmal für eine längere unbestimmte Zeit. Denn "mal so eben" zu Besuch kommen, das sitzt bei einer rund vierstündigen Zug- oder Autofahrt nicht so schnell drin. Und da wir Urlaub mit Umzug kombinieren, haben wir so viel "Zeugs" dabei, dass wir mit zwei Autos fahren: neben unserem Womo als gewohntes Urlaubsdomizil reist nun auch unser "normaler" PKW mit, vollgepackt bis unters Dach und noch die Dachbox obendrauf. Vier Fahrräder sind auch noch mit an Bord, wovon eines natürlich ebenfalls in Bamberg bleibt.

 

So brechen wir also nach dieser Vorgeschichte heute gegen Viertel vor elf Uhr mit zwei Autos gen Süden auf und nach problemloser Fahrt sind wir um zehn Minuten vor drei Uhr am Nachmittag am Campingplatz in Bamberg-Bug. Ein schönes Plätzchen haben wir da, wenn leider auch nicht direkt an der Regnitz, wie man es eigentlich ab einer Buchung von sieben Tagen erwarten könnte. Aber diese begehrten "Flussplätze" sind in diesem Jahr denjenigen vorbehalten, die coronabedingt gleich zwei bis drei Wochen hier Urlaub machen. Na ja, von der zweiten Reihe aus kann man auch noch gut die vielen, vielen Stand-Up-Paddler beobachten, die sich neben den zahlreichen Ruderern stromauf- und abwärts auf der Regnitz bewegen. Ich habe kaum einen Fluss gesehen, in dem so viel geschwommen, gerudert und gepaddelt wird!

 

 

Gegen halb sechs Uhr am Abend fahren wir zur Wohnung, die nun für unsere Tochter bald das Quartier für ein Jahr bilden soll. Wir hatten mit der netten Mitbewohnerin verabredet, dass wir am frühen Abend dort aufkreuzen würden.

Da der PKW nur Platz für maximal zwei Menschen bietet - der "Rest" ist ja vollgepfropft mit Umzugssachen - fahren unsere zukünftige "Bambergerin" und ich mit den Fahrrädern die etwa sieben Kilometer lange Strecke vom Campingplatz bis zur Wohnung, während Herr Fernschreiber und die andere Tochter das Auto nehmen.

Das Zimmer ist netterweise vom Vormieter schon leergeräumt, so dass einer "Putzorgie" und anschließendem Leeren des Autos, Einräumen der Kartons, Reinwuchten des Sofas ins Zimmer und Ausräumen diverser anderer Klamotten, die man so braucht, nichts im Wege steht.

Bis kurz nach acht Uhr abends räumen wir ein, stellen um, probieren aus. Obwohl erst morgen noch Matratze, Sprungrahmen, Schreibtisch, Vorhänge und ein paar Regale vor Ort in Bamberg in umliegenden Möbelhäusern gekauft werden sollen, sieht's heute doch schon ganz gemütlich aus.

Fast unmittelbar neben der Wohnung befindet sich eine Pizzeria. Und da es heute Abend zu spät zum Grillen oder dergleichen geworden ist, bestellen die beiden "Autofahrer" eine große Familienpizza zum Mitnehmen, während wir beiden Radfahrer uns auf den knapp halbstündigen Rückweg zum Campingplatz machen, wo wir diesen Tag mit der leckeren Riesenpizza ausklingen lassen.

 

Sa. 18. Juli 2020, 2. Reisetag / Camping Insel Bamberg

Dieser Tag soll ganz im Zeichen der Möbelsuche stehen. Wir statten dem nahegelegenen XXL Lutz und Mömax einen Besuch ab und schaffen es nach erfolgreichem Einkauf gerade noch so, dass neben den (glücklicherweise noch zusammenzubauenden und daher platzsparenden) Möbeln auch wir noch ein Plätzchen im Auto ergattern. Nur einen Sprungrahmen für das 140 x 200 cm Bett haben wir nicht bekommen, zumindest nicht sofort zum Mitnehmen. Blöd, ohne den lässt es sich schlecht schlafen in dem Bettgestell, das der Vorgänger dagelassen hatte...

Na ja, es ist mittlerweile Nachmittag geworden, jetzt erstmal wieder auf zur Wohnung, alles ausladen und zusammenmontieren. Auf der Rückfahrt zur Wohnung sondieren wir die Lage nach Sprungrahmen in der Umgebung, es muss doch so ein oller Lattenrost in Bamberg ausfindig zu machen sein, der keine Lieferzeit hat!

Und siehe da: durch Zufall entdecken wir, dass just in dieser Woche Kaufland die passenden Sprungrahmen im Angebot hat, wie schön! Der ist zwar in tausend Einzelteile zerlegt, aber dann können wir ihn auch besser transportieren. Und das Zusammenbauen - das schafft Herr Fernschreiber locker, immerhin haben wir auch einiges an Werkzeug aus Soest mitgebracht.

Bis um kurz vor sieben Uhr am Abend werkeln wir noch alle vier in dem Zimmer herum und bauen ein paar der neuen Möbel auf. Am Abend lassen wir uns dann die Spaghetti Bolognese auf dem Campingplatz schmecken.

 

So., 19. Juli 2020, 3. Reisetag / Camping Insel Bamberg

Diesen Sonntag lassen wir's gemütlich angehen und nach einem langen, späten Frühstück fahren wir am frühen Nachmittag wieder in die Wohnung, um die restlichen Möbel zusammenzuklöppeln. Dies nimmt noch ein paar Stunden in Anspruch, bevor wir am frühen Abend endlich fertig sind mit dem Zimmer (erstaunlich, wie viel Zeit und Geld man in ein 18 Quadratmeter großes Zimmer stecken kann...), wir schließlich auf dem Campinplatz den Grill "anschmeißen" und uns das leckere Grillgut zusammen mit einem gewöhnungsbedürftigen "Aecht Schlenkerla Rauchbier" schmecken lassen.

 

Mo., 20. Juli 2020, 4. Reisetag / Camping Insel Bamberg

Heute haben wir um halb zwölf Uhr einen Termin bei dem Vermieter - einer Immobilienfirma, die ihren Sitz zufällig ganz in der Nähe des Campingplatzes hat. So können wir bequem mit den Fahrrädern dorthin - dachten wir, bis wir merkten, dass es abseits der Regnitz, die natürlich recht eben fließt, ganz schön hügelig in der Umgebung von Bamberg, hier Bug, werden kann... So kommen wir bei diesem tagelang schönen, warmen Wetter recht außer Puste und leicht durchgeschwitzt zu dritt dort an. Hinter der Immobilienfirma verbirgt sich ein privates Einfamilienhaus, und die Frau des Vermieters regelt mit uns den Mietvertrag. Eine schnelle Sache. Nach einer knappen halben Stunde ist das erledigt und wir sausen den Berg zum Campingplatz wieder hinab, wo uns unsere zweite Tochter erwartet, die sich verständlicherweise diesen Termin gespart hatte, dafür aber das Frühstücksgeschirr schon weggespült hat...

Am frühen Nachmittag radeln wir in den Luisenhain, um dort die Seele baumeln zu lassen und zumindest mal die Beine ins Wasser zu hängen. Wir haben zwar Badesachen dabei, aber irgendwie ist das Wasser doch recht frisch und wir verzichten auf ein "Ganzkörperbad". Allerdings sind am gegenüberliegenden Flussufer doch so einige jugendliche "Hartgesottene" im Wasser, wie wir feststellen müssen. Hier ist in dieser Woche ja noch Schule, aber in der letzten Schulwoche läuft ja bekanntermaßen nicht mehr viel und unter Corona-Bedingungen nun schon mal gar nicht.

 

Nach Rückkehr zum Campingplatz gegen fünf Uhr spielen wir noch eine Weile Wikingerschach. Das bietet sich auf der großen, freien Wiese neben den reinen Womo-Stellplätzen geradezu an und laut klackern die getroffenen Holzstäbe aneinander, einhergehend mit den Jubelrufen der zukünftigen Sieger...

Am Abend beschließen wir, im campinplatzeigenen Restaurant "Hoffmannsklause" essen zu gehen. Das Restaurant hat seit ein paar Wochen wieder geöffnet, war natürlich während der Hochphase der Pandemie geschlossen - wie alle anderen Restaurants auch. Eine recht übersichtliche Speisekarte schmälert aber nicht den tollen Platz im Freien und die Getränke, die wir uns nach dem Essen noch direkt am Wasser schmecken lassen. Viele Selfies und "Familien-Abschiedsfotos" werden schon mal geschossen, denn die verbleibende Zeit zu viert wird immer kürzer...

 

Die Regnitz direkt am Campingplatz in Bug
Die Regnitz direkt am Campingplatz in Bug

Ein Rundgang über den Platz in der Dämmerung und das Spielen mit der campingplatzeigenen süßen Katze bereiten anschließend auf eine geruhsame weitere Nacht vor.

 

 

Di., 21. Juli 2020, 5. Reisetag / Camping Insel Bamberg

Heute haben wir das nächste "Date" in Sachen Umzug. Um zwölf Uhr heute Mittag treffen wir den Vormieter des Zimmers zur Schlüssel- und Kautionsübergabe; letzteres geht immer durch die Hände der Mieter - ohne "Umweg" über den Vermieter, wenn alles in Ordnung ist. Das ist es und so ist auch dieser Punkt auf unserer To-Do-Liste schnell abgehakt. Jetzt haben wir auch die "Schlüsselgewalt".

 

Am Nachmittag radeln wir alle zusammen in die Altstadt, um uns dort nochmals eine schöne Zeit zu machen. Wir bummeln umher, stellen fest, dass das Rathaus und seine Dependancen wegen Corona immer noch keinen öffentlichen Publikumsverkehr hat und unsere Tochter erst telefonisch einen Termin für die anstehende Ummeldung vereinbaren muss (der erst nach wochenlanger Warterei stattfinden wird). Dann wird sie unten am Eingang abgeholt und zum jeweiligen Sachbearbeiter gebracht, damit keiner ohne Nachvollzug der möglichen Infektionswege durch das Rathaus irren kann.

 

Shoppen- und eisessenderweise verbringen wir ein paar schöne Stunden zusammen, bevor es am Abend wieder zum Campingplatz zurückgeht.

 

Am Alten Rathaus
Am Alten Rathaus

 

Mi., 22. Juli 2020, 6. Reisetag / Camping Insel Bamberg

Und wieder steht ein Termin in unserem "Urlaub" an: Dieses Mal haben sich unsere Tochter und die Geschäftführerin der Bildungseinrichtung, wo das FSJ stattfindet, um zehn Uhr morgens verabredet. Da das so "früh" ist, verzichten wir auf's Frühstück, fahren mit dem Auto und Tochter Nr. 2 bleibt gerne am Womo, mit der Bitte, doch Brötchen für ein gemeinsames ausgiebiges Frühstück mitzubringen, wenn wir wiederkämen. Gesagt - getan.

Netterweise dürfen auch wir Eltern sowohl die Geschäftsführerin als auch die Räumlichkeiten der Geschäftsstelle kennenlernen, sogar den zukünftigen Computer-Arbeitsplatz unserer Tochter, den sie besetzt, wenn sie mal keinen "Außeneinsatz" hat. Wir haben nicht damit gerechnet, so mit einbezogen zu werden, doch die Worte der sehr netten Leiterin der Einrichtung "Natürlich schauen Sie auch - Sie vertrauen uns Ihre Tochter an!" sind so herzlich, dass wir den Rundgang begleiten. Dies ist ja auch die erste reale Begegnung mit den Menschen vor Ort, zuvor waren corona- (und auch ein bisschen entfernungs-) bedingt ja nur Videokonferenzen unserer Tochter zum Austausch von Informationen möglich.

Nachdem auch ein paar schriftliche Sachen erledigt sind, verabreden sich die Geschäftsführerin und unsere FSJlerin für den kommenden Mittwoch noch einmal, um weitere Örtlichkeiten der Einrichtung an anderen Standorten zu besichtigen. Dann werden wir Eltern samt weiterer Tochter aber wieder abgereist sein, weil nächsten Montag schon das FSJ der anderen Tochter mit einem einwöchigen Seminar beginnt. In NRW startet das alles früher als in Bayern.

 

Wir suchen uns auf der Rückfahrt zum Campingplatz einen Bäcker und es folgt ein wirklich ausgiebiges "Frühstück", eher ein Brunch...

Nachmittags können wir uns bei brütender Hitze kaum zu etwas aufraffen, faul verbringen wir die Zeit mit Lesen und Chillen am Womo. Verträumt schauen Mutter und Tochter auf das gemächlich dahinfließende Wasser der Regnitz, so dass in Herrn Fernschreiber der Wunsch erwacht (oder vielmehr: er sich anbietet...), mit dem Fahrrad zu Kaufland zu radeln und Luftmatratzen oder Änliches zu besorgen (in Ermangelung eines SUP's die billigere Alternative...). Tatsächlich kehrt er mit einer Luftmatratze und einem riesigen aufblasbaren Gummitier wieder, doch irgendwie schaffen wir es heute trotzdem nicht ins Wasser... na ja, die spaßigen "Schwimmhilfen" werden ja irgendwann später noch zum Einsatz kommen.

 

Am Abend wollen wir noch eine weitere Runde Wikingerschach spielen, doch kaum aufgebaut und die ersten Würfe gemacht, wird unsere fränkische FSJlerin von einer Wespe gestochen. Nicht schön, etwas schmerzhaft, aber zum Weiterspielen reicht jetzt die Motivation auch nicht mehr... erstmal das Ganze kühlen und verarzten. Der Abend klingt dennoch recht entspannt aus.

 

Do., 23. Juli 2020, 7. Reisetag / Camping Insel Bamberg

Nach einem gemütlichen Morgen am Womo gehen wir gegen Mittag noch einkaufen, hauptsächlich Lebensmittel für unsere Tochter, die ab morgen alleine in Bamberg bleiben wird. Die erste "Grundausstattung" und ein paar Vorräte mehr an Nahrung hat sie jetzt also schon mal gemeinsam mit uns "gebunkert", später hat sie nur noch ihr Fahrrad hier oder sie muss ab und zu mit dem Bus fahren.

Nachdem wir alles bei ihr in der WG abgeladen und ausgepackt haben, gehen wir am Nachmittag Minigolf spielen; wir hatten vor ein paar Tagen eine Anlage in der Nähe entdeckt. Wir schwingen also noch einmal zusammen die Schläger und starten eine letzte kleine gemeinsame Unternehmung - die recht spaßig verläuft...,  bevor es dann morgen "ernst" wird mit dem Abschiednehmen.

Ein letztes gemeinsames Abendessen im Restaurant ("Hau dir nochmal richtig den Magen voll, bevor du ab morgen selbst kochen musst!") beschließt unseren vorerst letzten gemeinsamen Abend zu viert für eine längere, noch recht unabsehbare Zeit.

 

 

Fr., 24. Juli 2020, 8. und letzter Reisetag / Camping Insel Bamberg

Heute ist der Tag des Abschieds gekommen.

Wir packen auf dem Campingplatz alles zusammen und verlassen diese schöne Stätte, um unsere Tochter nun bei ihrem neuen Zuhause abzusetzen. Die Kleidung des Urlaubs wird noch vom Womo in die WG gepackt (so ist die erste Waschmaschine auch schon bald fällig...) und das Fahrrad bleibt natürlich auch hier.

Viele gemeinsame Fotos werden als Erinnerung noch geschossen, Umarmungen und Abschiedsworte fallen - ein Gefühlswirrwarr, einerseits die Freude auf etwas Neues bei unserer Tochter, das eigenständige Leben winkt, andererseits das ungewohnte Gefühl, nun zu dritt nach Soest zurückfahren zu müssen. Winkend fahren wir gegen zwölf Uhr mittags schließlich ein letztes Mal in diesem Urlaub am Haus vorbei, und der Abschiedsgruß der Tochter wird uns auf der Rückfahrt begleiten... Mach's gut und genieße die Zeit! Bis zum nächsten Wiedersehen!!!

 

Vier Tage später - ein Wiedersehen in Bamberg

Di./ Mi., 28./29. Juli 2020: Stippvisite in Bamberg

Tja, wie das so ist: Da denkt man, man hat alles Notwendige und auch Praktische für einen Umzug eingepackt, und dann stellt sich doch noch heraus, dass das Ein oder Andere fehlt oder ganz nützlich wäre, was noch zu Hause im Zimmer oder im Haus schlummert...

Eigentlich haben wir vor, ein Päckchen mit den fehlenden Utensilien zu schicken, in weiteren Telefonaten mit unserer Tochter wird es schon ein Paket und als die Portokosten die Benzinkosten zu übersteigen drohen, beschließen wir beiden Eltern kurzerhand, noch einmal mit unserem Womo nach Bamberg zu rauschen, Urlaub haben wir diese Woche noch. Die andere Tochter ist seit gestern auf dem einwöchigen Seminar ihrer FSJ-Stelle, kann also dieses Mal nicht "an Bord" sein.

 

Wir packen alles Fehlende / Nützliche / Praktische zusammen und sind gegen halb drei Uhr am Dienstag wieder in Bamberg - unverhofft kommt oft. Aber wir haben die Fahrt auch gerne gemacht und freuen uns natürlich auf ein Wiedersehen - genau wie unsere Tochter. Da gibt es schon viel zu erzählen an Eindrücken, die in dieser kurzen Zeitspanne zwischen Abreise vergangenen Freitag und dem Wiedersehen heute gewonnen wurden.

 

Wir verbringen abermals einen schönen gemeinsamen Nachmittag in der Altstadt, und da wir unsere Fahrräder mitgenommen haben, sind wir sehr flexibel. Eis essen ist natürlich bei sommerlichen Temperaturen wieder ein Muss!

Abends haben wir alle gar keine rechte Lust auf Restaurantbesuch, vielmehr bestellen wir uns wieder eine "Familienpizza to go" in der Pizzeria neben der Wohnung unserer Tochter und genießen diese bei einem schönen Videoabend in ihrem Zimmer. Wirklich gemütlich!

Das Womo steht für diese eine Nacht am Straßenrand vor dem Haus, so dass der Weg zum Bett spät am Abend ausnehmend kurz ausfällt.

 

Am nächsten Morgen fahren wir Eltern noch ein wenig für die vierstündige Rückfahrt einkaufen, bevor wir uns ein weiteres Mal mit frischen Brötchen von unserer Tochter verabschieden. Nun fällt der Abschied nicht mehr ganz so schwer wie vier Tage zuvor; wir wissen, dass es unserer Tochter in Bamberg und in ihrer WG gefällt und dass sie sicherlich gut zurechtkommen wird. Gegen halb zwölf Uhr am Mittag machen wir uns dann erneut auf Richtung Norden. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

ARBRD9