Eilean Donan Castle - Zu Besuch beim "Highlander" und ab auf die Isle of Skye

So., 4. August 2019, 11. Reisetag / 124 Tageskilometer / von Stellplatz Parking Spean Bridge, Loch Lochy nach Nähe Elgol, Isle of Skye, Wanderparkplatz, (kostenfrei), Koordinaten: 57°10'46.0"N 6°03'48.2"

Eilean Donan Castle in den westlichen Highlands
Eilean Donan Castle in den westlichen Highlands

Heute Morgen regnet es wie gestern schon angekündigt, 17° Celsius.

Wir lassen uns daher Zeit mit dem Aufbruch, die tiefhängenden, streifenförmigen Wolken über Loch Lochy geben auch reizvolle Fotomotive ab.

Gegen Viertel nach elf Uhr fahren wir weiter Richtung Isle of Skye, nun über die Brücke, da die Fähre in Mallaig ja bis nächsten Dienstag für Womos ausgebucht ist.

Mittlerweile sind's nur noch 14° Celsius, Nebel, Regen... na ja.

Nach zwei Foto- und Tankstopps kommen wir um kurz vor ein Uhr beim Eilean Donan Castle an, das Castle in Schottland und Filmkulisse der Spielfilme "Highlander" und irgendeinem James Bond-Film.

Auf einem Parkplatz zum Castle sehen wir übrigens ein Womo, teilintegriert wie unseres, das überhaupt keinen rechten Außenspiegel mehr hat, nur noch die beiden Eisenhalterungen sind vorhanden. Das muss noch mehr gerumst haben als bei uns.

Die Womo-Besitzer klebten hier "einfach" einen rechteckigen, goldverzierten Handspiegel mit Panzertape um die Eisenstangen. Not macht erfinderisch! 

Die ersten "Schnappschüsse" des Castles machen wir schon von der Ferne des Parkplatzes aus, bevor es dann zur Burg geht.

 

Eilean Donan Castle auf der kleinen Gezeiteninsel umgeben von Loch Duich, Loch Long und Loch Alsh
Eilean Donan Castle auf der kleinen Gezeiteninsel umgeben von Loch Duich, Loch Long und Loch Alsh

Wir zahlen jeder wieder 10 £ Eintritt und können die Burg in ihrer ganzen Pracht auf der kleinen Gezeiteninsel gelegen, nur durch eine Brücke zu erreichen, bewundern. Das Wetter ist uns leider nicht ganz hold, tiefliegende Wolken, Nebel und immer mal wieder Regenschauer schaffen eine fast düstere Atmosphäre.

Doch innen gibt es sehr viel zu sehen, der große Rittersaal, die Schlafgemächer, Küche und vieles mehr. Alles schön hergerichtet, mit Audioführer wird man durch die Burg geleitet. Nur: Im Inneren ist das Fotografieren strengstens verboten! 😕 Wie war das schön im Inveraray-Castle vor fünf Tagen, als das Bildermachen auch drinnen erlaubt war!

Auch Eilean Castle wird aktuell noch bewohnt von den Nachkommen der McLeods, daher ist nur ein Teil der Burg für die Öffentlichkeit zugänglich. Ähnlich wie im Inveraray Castle sind in einigen Räumen auch hier aktuelle Fotos der jetzigen Bewohner zu sehen. Respekt, wenn man heutzutage noch dauerhaft in einer so alten, zugigen Burg wohnt! Ist schon sehr eindrucksvoll, das Gemäuer!


Um Viertel nach drei Uhr sind wir wieder am Womo und zwanzig Minuten später fahren wir über die 1995 erbaute Brücke auf die Isle of Skye. Sehr lang ist sie nicht und recht unspektakulär.

Die Insel, die beliebteste der inneren Hebriden, bietet nun ein etwas anderes Bild Schottlands. Immer mal wieder blinkt der Atlantik in tiefen Schneisen durchs Land hervor. Vor allem als wir Richtung Elgol, einem kleinen Fischerörtchen im Süden der Insel, abbiegen, wird's urig. Jetzt sind wir auf einer Single Track Road mit vielen Ausweichbuchten unterwegs. Schafe und Rinder haben hier absoluten Hoheitsanspruch auch auf die Straße und geduldig lassen wir die Tiere passieren. Schnell fahren kann man sowieso nicht, mit 30-40 km/h zuckeln wir durch die beeindruckende Landschaft.

Wir halten an einem uralten Friedhof mit den Überresten einer Kirche. Sehr malerisch, das Ganze und gibt viele Fotomotive her, trotz oder vielleicht gerade wegen des morbiden Charmes.

 

Einsam und allein an einem kleinen Friedhof auf der Isle of Skye
Einsam und allein an einem kleinen Friedhof mit Kirchenruine auf der Isle of Skye

 

Nach ungefähr zwölf Kilometer über Single Track Roads und mit tollen Ausblicken auf verschiedene Gewässer verwöhnt, kommen wir gegen fünf Uhr am Nachmittag am Wanderparkplatz an, unserem nächsten Zwischenziel und nun auch Übernachtungsplatz. Unterwegs gab's wieder so viel zu sehen und man konnte nur so langsam fahren, dass der Weg bis zum eigentlich angepeilten Campingplatz zu weit ist. Wir wollen ja nicht nur fahren! So stehen wir nun die dritte Nacht hintereinander autark. Aber das gibt die V+E noch her.

 

 

Wir unternehmen noch eine kleine Wanderung durch die Gegend, zwischen Schafen hindurch. Doch Regen in Aussicht und vor allem die Midges hier lassen uns nach circa einer Dreiviertelstunde umkehren, trotz Deed-Insektenspray. Das stört die Viecher scheint's überhaupt nicht.

Na ja, die beißenden Flügel-Winzlinge gehören eben zu Schottland wie der Regen. Apropos Regen: Als wir gerade wieder am Womo ankommen, fällt dieser mal wieder vom Himmel. Nun gut, dann fliegen die Midges eben nicht! Man kann nicht alles haben...

 

Der Abend ist nach dem Abendessen erneut angefüllt mit Routenüberarbeitung und -planung, Fotos sortieren, Blog-Notizen schreiben, alles offline, denn Netzempfang haben wir hier überhaupt nicht.

Ist schon ein komisches Gefühl, noch nicht mal telefonisch erreichbar zu sein, wenn man weiß, dass die Fernschreiber-Töchter zur selben Zeit bei der Ferienfreizeit auf Korsika weilen und wir eigentlich erreichbar sein sollten. Aber nun gut, wir wussten ja vorher, dass es in Teilen Schottlands - zumal auf den Hebriden - "Funklöcher" geben wird.

 

Landschaft pur auf der Isle of Skye, Nähe des Fischerdörfchens Elgol
Landschaft pur auf der Isle of Skye, Nähe des Fischerdörfchens Elgol

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