Radausflug nach Tossens mit schöner Cache-Überraschung

(Oster-)So., 21. April 2019, 4. Reisetag / 0 Tageskilometer mit Womo / Stellplatz am Butjadinger Yachtclub

Tolle Ausblicke vom Deich bei strahlendem Wetter
Tolle Ausblicke vom Deich bei strahlendem Wetter

Als wir wie immer gegen neun Uhr am Morgen aufstehen, ist unser Stellplatznachbar zur Rechten schon weggefahren. Jetzt haben wir fast ungehinderten Blick bis nahezu nach Burhave und können uns gaaaanz breit machen... ;)

Schon wieder begrüßt uns herrlicher Sonnenschein, so dass einem Frühstück unter der Markise draußen bei ca. 18-20° Celsius buchstäblich nichts im Wege steht. Wahrscheinlich wird der freie Platz aber nicht bleiben, immerhin ist heute Ostersonntag und damit Haupturlaubszeit.
Per Video-Anruf wünschen wir unseren daheimgebliebenen Fernschreiber-Töchtern ein schönes Osterfest und starten für sie die vorab noch zu Hause vorbereitete "WhatsApp-Foto-Ostereiersuche": Kleine Details der heimischen Möbel müssen erkannt werden, dann ist auch das Versteck zu den Gimmicks und Süßigkeiten bekannt, die dort bereitliegen. Ein Spaß, für den auch Siebzehnjährige noch zu haben sind...

Viiiel Platz vor der Markise!
Viiiel Platz vor der Markise!

Da wir uns gestern mehr oder weniger als Bewegungslegastheniker verdingten, müssen wir uns heute mal für eine kleine Radtour in die Sättel schwingen. Das Wetter ist ideal, wieder etwas weniger windig als gestern.

Unser Ziel soll Tossens sein, im Westen der Halbinsel Butjadingen.

Um ein Uhr mittags brechen wir auf, erst immer am Vordeich entlang, danach weiter im "Landesinneren".

Mutterschaf mit allgegenwärtigen "Osterlämmern"
Mutterschaf mit allgegenwärtigen "Osterlämmern"

 

Nach circa 12 km kommen wir um kurz nach zwei Uhr in Tossens an, stellen unsere Fahrräder an der Strandpromenade ab, schauen uns um und schlendern ein wenig am Strand entlang.  Am großen Sandstrand wird eine Menge für kleinere Kinder geboten, dementsprechend viele junge Familien wuseln durch die Gegend. Da werden Erinnerungen wach!

 

 

Zurück an der Touristen-Hauptstraße gucken wir mal kurz in den Butjenter Küstenmarkt, einem sehr auf Tourismus- und Souvenirgedöns spezialisierten Kaufhaus. Schauen ja - aber kaufen wollen wir hier nicht unbedingt, außerdem sind wir mit den Fahrrädern unterwegs und möchten uns nicht mit Souvenireinkäufen "belasten", die im Urlaub ja ganz schön sein können, zu Hause aber meist nur als "Staubfänger" dienen...

 

Lieber halten wir Ausschau nach etwas Essbarem: Abweichend von unserer Absicht, an der Küste vorwiegend Fisch zu uns zu nehmen, entdecken wir einen kleinen Stand an besagter "Hauptstraße", der Nordseeallee, an dem es sehr lecker aussehende asiatische Bratnudeln gibt, frisch zubereitet.

 

Während wir die Nudeln in der Sonne sitzend genießen, schauen wir so auf die Live-Geocaching-Karte. Das machen wir an fremden Orten eigentlich immer mal zwischendurch, denn es könnte ja etwas Attraktives an Cache-Herausforderungen dabei sein. Und wirklich: in der Nähe macht ein ganz neuer Cache, veröffentlicht erst am Vortag, schon jetzt von sich reden: "Der einäugige Jack". Die bisherigen elf Vorlogger seit dem Publish sind voll des Lobes! Also geht's nach dem Essen die wenigen Meter bis dahin, müssen wir uns doch auch mal anschauen!

 

Den eigentlichen Cache-Behälter finden wir sehr schnell und auch geöffnet ist er flugs mit den entsprechenden Informationen, die nur ein Geocacher (in dem Fall über das Listing, die Cachebeschreibung) erhalten kann, keine Muggels, also Nichtwissende (angelehnt an die Terminologie aus Harry Potter). 

Aber dann? Wie kommt man an das Logbuch im Inneren? Da ist noch eine Hürde eingebaut... eigentlich ist das gar kein Tradi, sondern eher ein Mystery, und der Schwierigkeitsgrad eineinhalb (von fünf) ist auch etwas untertrieben, finden wir. Manch einer von den elf Vorloggern hat auch gar nicht das richtige Logbuch signiert, sondern Papierstreifen, die ebenfalls im Cache-Behältnis zu finden sind, das ist aber "geschummelt". Und das wollen wir natürlich nicht. Es gilt, ein Rätsel in der Umgebung zu lösen. Was könnte das sein? Beim schweifenden Blick in die Gegend springt uns der Namensgeber des Caches unweit des Ground Zero ins Auge... Ja schön, soweit auch klar, aber wie will der einäugige Jack (übrigens auf einem Balkon des Erlebnisbades Aqua Mundo im Center Parcs Tossens stehend) uns denn jetzt die gewünschten Informationen mitteilen? Ideen haben wir viele, doch keine führt zum Ziel.

 

An den Koordinaten befindet sich hinter dem Schild...
An den Koordinaten befindet sich hinter dem Schild...
... dieser Cachebehälter, eine tolle Bastelarbeit!
... dieser Cachebehälter, eine tolle Bastelarbeit!
... beobachtet vom einäugigen Jack in der Nähe
... beobachtet vom einäugigen Jack in der Nähe

 

Da braucht's erstmal eine Pause und kühle Getränke! Bei einem Jever und Aperol Spritz in einem Restaurant in der Nähe ist die Gehirnblockade dann überwunden. Es kann nur so gehen!

Also nochmal zurück zum Cache und jetzt klappt alles wie am Schnürchen! Nur Minuten später ist das Rätsel mit Hilfe des einäugigen Jacks gelöst! Hurra! Mehr wird hier nicht verraten; vielleicht liest das ja auch der ein oder andere interessierte Geocacher und da wollen wir doch nicht spoilern, oder? ;)

Glücklich werden wir am Abend folgenden Logeintrag auf der Geocaching-Plattform hinterlassen:

 

supertwinnies found Der einäugige Jack

Sunday, 21 April 2019    Niedersachsen, Germany     N 224.6 km from your home location

 

** Logtime 17:12 Uhr **

 

Für Herrn und Frau supertwinnies ging es diese Ostern mal wieder mit dem Womo Richtung Nordsee. 🚙

Erneut war Fedderwardersiel das Ziel und den dritten Tag nutzten wir, um mit dem Fahrrad Tossens zu erkunden.

 

Bei einem kleinen Imbiss machte Frau supertwinnies auf diesen neuen Cache ☠️ aufmerksam. Vor Ort ging der äußere Behälter auch direkt auf. Das war ja nicht schwer... 😊 Und nun? Große Ratlosigkeit allerseits. 🤯 Viele Einfälle, was hier passieren könnte, hatten wir. Aber wie sieht konkret die Lösung aus? Irgendwann gaben wir erstmal entnervt auf und begaben uns auf die Suche nach kühlen Getränken. 🍹🍺

Bei Aperol Spritz und Bier rückte dann aber doch ein Lösungsansatz ins Blickfeld. 🤪

Auf dem Rückweg kurz noch einmal die Drahtesel abgestellt und unser Glück erneut versucht. Siehe da..., auf Anhieb richtig und wir konnten die Dose zum Logbuch entern. 👍 Nun gehören auch wir zur Crew des einäugigen Jack ☠👍💣💥 und bringen gern ein blaues Schleifchen mit, das hübscht so 'ne Piratenflagge ungemein auf.

 

Vielen lieben Dank für diesen tollen Cache mit klasse Bastelarbeit sagen die

 

supertwinnies aus Soest, NRW

 

Nach dieser unterhaltsamen Beschäftigung und - noch wichtiger - nach dem dazugehörigen Erfolgserlebnis machen wir uns auf den Heimweg zurück nach Fedderwardersiel. Jetzt kommt doch wieder ein wenig mehr Wind auf und der pustet leider auch noch aus der Gegenrichtung. Manchmal wäre so ein E-Bike doch eine feine Sache...

Unterwegs halten wir noch kurz an einem weiteren Cache, "Der Schlüssel zum Glück", der ist aber in wenigen Sekunden "erledigt".

Um kurz nach sechs Uhr am Abend sind wir nach einem schönen Nachmittagsausflug wieder am Womo. Hier hat sich - wie zu erwarten war - erneut ein Fahrzeug neben uns gestellt, unerklärlicherweise mit der Aufbautür in unsere Richtung, so dass wir uns draußen unmittelbar gegenübersitzen - von Privatsphäre keine Spur...

Rückweg über den Deich - trotz Wind...
Rückweg über den Deich - trotz Wind...
... und auf dem Deich immer begleitet von Schaf
... und auf dem Deich immer begleitet von Schafen

Die Familie sollte aber nur bis zum nächsten Morgen bleiben, wie sich später herausstellte.

 

Nach einem kleinen Abendessen halten wir noch ein  wenig "Klönschnack" mit zwei älteren, netten Ehepaaren, die uns mit ihren Wohnmobilen gegenüber stehen und die sich schon sei achtzehn Jahren immer wieder hier in Fedderwardersiel treffen: David und Jutta einerseits und die beiden Weltenbummler und Globetrotter Lothar und Chris mit ihrem auffällig gestalteten Wohnmobil mit überdimensionalen Fotografien ihrer einjährigen Australien- und halbjährigen Kanadareise auf den Außenwänden andererseits.

Wir kommen über dieses und jenes ins Gespräch - auch noch an den folgenden Tagen - und es stellt sich heraus, dass David ein waschechter Schotte ist, der praktisch akzentfrei deutsch spricht, als Reiseführer und Musiker Bustouren von Deutschland aus nach Schottland begleitet und der jede Menge Tipps für uns parat hat. Wir wollen ja diesen Sommer mit unserem Womo auch nach Schottland und haben die Fähre schon gebucht, solange der Brexit doch noch nicht vollzogen ist. Das ist ja mal ein Zufall! Oder auch Glücksfall!

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Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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