Tagsüber warm und abends noch wärmer - das Osterfeuer brennt!

Sa., 20. April 2019, 3. Reisetag / 0 Tageskilometer mit Womo / Stellplatz am Butjadinger Yachtclub

Osterfeuer auf dem Stellplatz! Näher geht's nicht!
Osterfeuer auf dem Stellplatz! Näher geht's nicht!

Neun Uhr - raus aus den Federn! Für die einen sehr spät, für uns genau richtig im Urlaub... Passend zum Aufstehen ist die Gasflasche leer, gut, dass dies nicht - wie sonst eigentlich immer - in der Nacht passiert ist. Die Heizung lief nämlich auf Stufe eins; in der Nacht wird es hier direkt am Wasser doch noch empfindlich kühl.

So ist es vor dem Frühstück nur eine Kleinigkeit, zumal wir ja nun unsere neue Gasflaschentür seitlich neben der Heckklappe haben, so dass wir nicht mehr die halbe Heckgarage leerräumen müssen, um an die Gasflaschen zu kommen.

Bei wiederum Sonne satt und 16° Celsius frühstücken wir erneut draußen, im Sonnenschein ist es gefühlt noch wärmer.

Dieses Mal nehmen wir es mit der Entspannung im Urlaub sehr genau, denn bis circa halb vier Uhr bleiben wir ganz relaxt am Womo, lesen und probieren zwischendurch unseren neuen Sunblocker an der Markise aus, den wir vor kurzem geschenkt bekamen.

Den Sunblocker bauen wir nach dem Ausprobieren wieder ab und rollen die Markise ein Stück weit rein, schließlich wollen wir die Sonne genießen. Im Schatten ist es durch den heute beständig leichten Wind noch etwas kühl - zumindest wenn man in leichtem Outfit faul im Liegestuhl liegt...

Markise mit Sunblocker von Thule
Markise mit Sunblocker von Thule

Am Nachmittag wollen wir uns dann aber doch noch ein wenig bewegen und schlendern gemächlich zum Hafen - mal wieder.

Die Mini-Kirmes am Hafen wirbt ab heute um Besucher und um möglichst viele Kinder, die in den Fahrzeugen des einzigen Karussells dort am besten so lange ihre Runden drehen, bis Mama und Papa in Ruhe ihr Fischbrötchen aufgefuttert haben. Letzteres gönnen auch wir uns... ein Fischbrötchen passt immer... zumal an der Waterkant...

Schon zur Attraktion geworden ist allerdings nicht so sehr die Kirmes, sondern vielmehr die Robbe im Wasser.

 


Robbe im Hafenbecken von Fedderwardersiel
Robbe im Hafenbecken von Fedderwardersiel

Sie schwimmt ruhig und ohne Hast durch das Hafenbecken - und das an praktisch jedem Tag, den wir hier vorbeikommen. Einmal sehen wir auch zwei Köpfe gleichzeitig aus dem Wasser auftauchen. Wie schön, "eine Robbe kommt selten allein", wäre als Rudeltier ja auch irgendwie schade.

Nur wenn die "Ahhh-" und "Ohhh-" und "Guck mal da!"- Rufe der umstehenden Menschen am Hafen zu laut werden, taucht die Robbe wieder ab.

Schon als wir vor drei Jahren das letzte Mal hier waren, fiel uns der Besuch der possierlichen Meeressäuger im Hafenbecken auf. Ob das immer noch diesselben Tiere sind? Oder schon "Nachfolger"? Wikipedia sagt uns, dass Robben - je nach Art - um die dreißig Jahre alt werden können...  Tja, da kann es doch gut sein, dass hier ein "alter Stammbesucher" immer wieder auftaucht, um sich eventuell den ein oder anderen Fisch, den die Fischer über Bord gehen lassen, zu schnappen?!

Yachthafen von der Einfahrt ins Hafenbecken aus gesehen - meerseitig
Yachthafen von der Einfahrt ins Hafenbecken aus gesehen - meerseitig

Wir drehen wieder unsere wohlbekannte Runde rund um den Hafen und an den vielen Camping- und Stellplätzen vorbei, die sich knapp an der Wasserlinie etabliert haben.

Hier kann man wirklich schön seinen "Rundgang" machen, allerdings nur bis zu der Stelle, wo sich die Hafeneinfahrt zum Yachtclub befindet.  Da läuft man die ganze Zeit an der meerseitigen Begrenzung des Yachthafenbeckens entlang und kommt an der Hafeneinfahrt nicht weiter, auch bei Ebbe nicht wirklich... so mancher "Neuling" zog hier schon unverrichteter Dinge wieder zurück. Immer wieder amüsant zu beobachten...

Ein wenig wandern wir noch über den Deich und kaufen uns auf dem Rückweg zum Womo lecker Brezeln auf der Kirmes, die kann man immer mal schön so zwischendurch "wegmümmeln". Um viertel nach fünf Uhr sind wir wieder auf dem Stellplatz, der "Ausflug" währte also zugegebenermaßen keine zwei Stunden, doch ein wenig Bewegung hatten wir ja doch. Frische Luft gibt's ja eigentlich immer beim Campingurlaub, wenn man sich nicht gerade stundenlang im Womo "verkriecht"...

Um halb acht Uhr am Abend wird das Osterfeuer auf dem Stellplatz angezündet, die Sonne steht noch hoch am Himmel. Alle Wohnmobile, die zu nah an der Feuerstelle standen, mussten sich mittlerweile auf dem Platz umquartieren, so dass es heute Abend für ein paar Stunden ziemlich "ungeordnet" auf dem Gelände des Yachthafens zugeht. Teilweise stehen die Mobile auf der Einfahrt zur Slipanlage oder auf Rasenflächen, die eigentlich mehr zum yachtclubeigenen Spielplatz gehören.

Es qualmt fürchterlich, CO2- und Feinstaubbelastung lassen grüßen! In Zeiten von Klimawandel sind solche Luftbelastungen wie Osterfeuer und auch Silvesterböllerei eigentlich mehr als überflüssig... Tradition hin oder her.

Die Anfänge des Feuers warten wir noch im Womo ab, von wo aus man alles gut beobachten kann, vor allem auch, wie sich das Gelände allmählich mit Einheimischen und Touristen füllt, denn zu einem Osterfeuer gehören natürlich auch Getränke und Bratwurst... ;) Es gibt sogar Glühwein, mit und ohne "Schuss"!

Nach einer halben Stunde gehen wir dann doch mal nach vorne zum Feuer, verköstigen uns dort und "bewundern" eine Weile das Feuer. Um kurz vor neun Uhr "machen" wir uns jedoch schon wieder "vom Acker", vom Womo aus lässt sich das ganze Spektakel ja auch gut beobachten und dort ist es noch ein wenig gemütlicher... Die meisten Womo-Fahrer sind auch schon wieder an ihren Fahrzeugen und überlassen allmählich den Segelclubmitgliedern das Feld.

 

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