Wattenmeer - wir kommen!

(Grün-) Do., 18. April 2019, 1. Reisetag / 312 Tageskilometer / von Soest zum Stellplatz am Butjadinger Yachtclub in Fedderwardersiel, Nordsee-Halbinsel Butjadingen, Landkreis Wesermarsch im nordwestlichen Niedersachsen, Koordinaten: 53.5943684,8.3538477

Es wird schon irgendwie "norddeutsch"... auf unserer Fahrt
Es wird schon irgendwie "norddeutsch"... auf unserer Fahrt

Die Urlaubsfahrt in die Osterferien fällt dieses Jahr etwas kürzer aus, denn zu viele Temine und wichtige Ereignisse im privaten Umfeld verhindern eine längere Abwesenheit von zu Hause. Aber zumindest über die Osterfeiertage sollte es klappen!

Die Fernschreiber-Zwillingstöchter, nunmehr 17 Jahre alt, wollen sich die Sonne lieber im heimischen Garten auf den Bauch scheinen lassen als an der Nordsee, da ist es aus ihrer Sicht doch "ein wenig langweilig" und im Womo mit vier quasi fast erwachsenen Menschen doch phasenweise ganz schön eng... Kann man auch verstehen und wenn zu Hause das "Alternativprogramm" mit Freundinnen und Großeltern läuft, die zwischenzeitlich mal ein Auge aufs Haus und den Nachwuchs werfen, ist doch alles in Butter...

So fahren wir beiden Fernschreiber-Eltern um genau fünf Uhr am Nachmittag los, bei sonnigen 21° Celsius, aber es ist recht windig und - wie kann es an diesem Tag um diese Uhrzeit auch anders sein - ziemlich voll auf den Autobahnen.

Viel Verkehr und Staus auf der A1 bei den Autobahnkreuzen Dortmund-Unna und Lotte-Osnabrück sind uns schon bekannt, nehmen wir aber in Kauf, um nicht morgen, am Karfreitag, vor noch volleren Stellplätzen zu stehen. Wir entscheiden uns recht spontan erneut für den Stellplatz am Butjadinger Yachtclub in Fedderwardersiel auf der Nordsee-Halbinsel Butjadingen. Hier waren wir schon zweimal und es hat uns immer sehr gut gefallen. Nette Leute vom Yachtclub und schöner Stellplatz direkt am Wasser, auch wenn wir zu diesem Ostertermin nicht mehr damit rechnen, ganz vorne an den "Wasserplätzen" stehen zu können. Im Gegenteil, wir können froh sein, wenn wir überhaupt noch eine Parzelle bekommen, denn reservieren kann man dort nicht, "wer zuerst kommt, mahlt zuerst...".


Kurz vor'm Ziel unserer Fahrt ereilt uns eine Sperrung in Stollhamm Richtung Butjadingen, so dass wir einen abenteuerlichen, großen Umweg über Feldwege durch die Salzwiesen nehmen müssen, was uns eine Viertelstunde Zeit, mehrere Kilometer und Nerven kostet.
Um 21:07 Uhr im letzten schwindenden Tageslicht erreichen wir den Yachthafen, es sind immer noch um die 14° Celsius um diese Zeit, aber auch hier, wie fast immer, windig.

Abendliche Ankunft in Fedderwardersiel - im Hintergrund die Silhouette von Bremerhaven
Abendliche Ankunft in Fedderwardersiel - im Hintergrund die Silhouette von Bremerhaven

Es ist, wie erwartet, sehr voll. Wir stehen zuerst "in Warteschleife" in der dritten Reihe neben dem schon für Samstag aufgeschichteten Osterfeuer, ohne Strom. Erst dachten wir, wir hätten in der zweiten Reihe, sogar noch mit Meerblick, eine tolle Lücke entdeckt, aber der Platzwart machte uns freundlich darauf aufmerksam, dass dies ein Rettungsweg sei und frei bleiben müsse.

Spätestens am Samstagnachmittag müssen wir wegen der Nähe zum Feuer von unserem provisorischen Stellplatz hier weg. Morgen - am Karfreitag - sollen hier angeblich circa zehn Wohnmobile wegfahren, mal sehen, ob wir dann ein besseres Plätzchen erwischen.

Um circa viertel vor zehn Uhr am Abend beobachten wir, wie ein Wohnmobil an uns vorbei vom Platz fährt. Herr Fernschreiber schaut mal nach, woher das jetzt kommt, das kann ja nur eine freie Parzelle bedeuten, da wir das Womo zuvor nicht ankommen sahen.
Und so ist es! Die Parzelle ist zwar in der dritten Reihe an der Hecke, aber immer noch besser als in der zweiten Reihe so ganz in der Mitte. In der ersten Reihe ganz vorne am Wasser wird wahrscheinlich eh nichts mehr frei über Ostern.

So ziehen wir nochmal ganz "stickum" um kurz nach zehn Uhr um. Die neue Fläche ist riesig; hier könnten eigentlich auch zwei Wohnmobile stehen. Wir stellen uns so zum Nachbarn, dass wir noch viel Platz für unsere Markise und Freifläche davor haben, es aber zu schmal für noch ein weiteres Womo ist. Wenn sich noch eins auf die anderen Seite von uns stellen sollte, ist uns das recht egal, ist ja unsere türabgewandte Seite. Wir fahren nicht auf die Ausgleichskeile, um in der Nachtruhe nicht unnötig rangieren zu müssen und den Motor laufen zu lassen. Das machen wir morgen. Hier stehen wir auch ganz in der Nähe eines Stromverteilerkastens.
Mal sehen, ob wir uns morgen da noch irgendwie einstöpseln können.
Gegen halb elf Uhr ist nun endgültig Feierabend, wir begnügen uns mit kalter Küche: die restlichen Käsebrötchen mit Fleischwurst, die uns als Reiseproviant dienten.

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Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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