Geocaching am Lago Maggiore und dann ab in den Pool!

So., 29. Juli 2018, 4. Reisetag / 0 Tageskilometer mit Womo / "Camping Village Isolino", Lago Maggiore, Italien

Lebhaftes Treiben am Pool
Lebhaftes Treiben am Pool

Man glaubt kaum, wie laut so ein Campingplatz morgens um neun Uhr sein kann. Trecker fahren über den Platz, um hier und da für Sauberkeit und Ordnung zu sorgen, Kinder künden schon lautstark morgens um sieben Uhr an, dass sie wach sind... (war bei uns auch noch so vor ein paar Jahren mit unserem Nachwuchs...), eine Kehrmaschine kehrt lautstark und wiederholt unter mächtigem Dieselgestank mehrmals die Wege des Platzes. 5-Sterne-Platz eben, nachts auch mit patrouillierender Security und daher auch sehr ruhig, aber tagsüber sehr wuselig.
Sonne scheint heute wieder satt, es sind jetzt ca. 25° Celsius, noch am Vormittag haben wir schon 29° Celsius, klarer, blauer Himmel, heute wird es wieder heiß.
Bis halb zwölf Uhr probieren wir verschiedene Varianten unseres Beschattungssystems aus, mit diversen Haken, Ösen, Seilen. Jetzt fehlen eigentlich nur noch ein paar Stoffbahnen. Eine haben wir ja schon, die leistet uns nach vorne raus unter der Markise schon gute Dienste.

Schattenspender Marke Eigenbau
Schattenspender Marke Eigenbau

Während wir da so sitzen, ziehen wir eine erste Zwischenbilanz unserer Mückenstiche: Also bei Frau Fernschreiberin sind's mindestens zwölf, beim Göttergatten nicht weniger... verflixte Viecher... aber die meisten Campinggäste sehen so oder ähnlich aus, was die roten, juckenden Hautstellen angeht.

Trotzdem "wagen" wir es um zwölf Uhr, einen Earthcache quasi im Schilf des Naturschutzgebietes anzugehen. Die Mücken schlafen jetzt bestimmt tagsüber... Ein schattiger, nach dem gestrigen Gewitter zeitweilig auch schlammiger Wanderweg zweigt irgendwo von der Privatstraße des Campingplatzes ab und führt ca. 1 km durch einen kühlen Waldabschnitt bis zum Ziel. Wie immer bei einem Earthcache gibt es interessante geologische Informationen zum und vor Ort zu ermitteln, wobei uns eine Info-Tafel auf dem Weg hilft. Noch ein wenig weiter, und wir sind an einem kleinen Aussichtsturm, der den Blick auf den Schilfgürtel des Lago Maggiore eröffnet und der für das Loggen des EC notwendig ist.

Die Uferwälder, Seitenarme und das umfangreiche Röhrichtgebiet, was am Westufer des Lago Maggiore noch vorhanden ist, werden seit 1990 durch ein 365 Hektar großes Naturschutzgebiet vor weiterer Bebauung durch Häuser, Campingplätze, Hotels usw. geschützt. Gerade das Schilf und Röhricht hat eine enorme Filterfunktion für das Wasser und beherbergt über 15 Fisch- und ca. 110 Vogelarten. Es ist ja nicht so, als ob wir diese Tierarten in der heutigen Mittagszeit auch nur ansatzweise sehen konnten, aber das war ja auch nicht unser Anspruch und wenn sie quasi "versteckt"  und ungestört vor sich hinleben können, ist das doch auch gut.

 

 

Genau eine Stunde später sind wir wieder am Womo. Mittlerweile sind's über 30° Celsius, die Sonne brennt und gefühlt ist es noch viel heißer. Zeit also, die Klamotten für den Pool zusammenzupacken, den wir heute ausprobieren wollen. Kurz vor zwei Uhr finden wir auch noch Liegen und einen Sonnenschirm. Liegen und Liegeflächen sind wirklich großzügig verteilt, nicht schlecht! Zwischendurch haben wir auch mal am See vorbeigeschaut, der ja direkt an den Pool angrenzt, waren aber nicht drin.
Erst um sieben Uhr abends sind wir zurück am Womo. Fünf Stunden süßes Nichtstun, lesen, schwimmen, wieder trocknen, wieder ab ins Wasser... liegen hinter uns. Herrlich!

 

 

Nach dem Duschen "schmeißen" wir den Grill an und lassen abends den lieben Gott einen guten Mann sein. Bei immer noch 28° Celsius um halb zehn Uhr lässt es sich trefflich draußen sitzen. Und die Mücken freuen sich...

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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