Und wieder geht ein Urlaub zu Ende...

Sa., 26. Mai 2018, 7. und letzter Reisetag / 212 Tageskilometer / von Andernach, Stellplatz am Rheinufer, nach Soest

Frühstück direkt am Rhein mit "Schiffe gucken"
Frühstück direkt am Rhein mit "Schiffe gucken"

Dieser Tag bricht an, wie der letzte sich auch gezeigt hat: mit viel Sonne und Wärme. Morgens halb neun Uhr ist es und das Thermometer zeigt 25° Celsius an. Das aber wahrscheinlich zugegebenermaßen auch nur, weil das Womo mitten in der Sonne steht, wie alle Wohnmobile auf diesem Platz. Wir möchten bei diesen Bedingungen natürlich draußen frühstücken und drehen die Markise mal raus, doch die Sonne scheint drunter her, sie steht noch zu tief. Na, macht nichts, dann schauen wir mal, ob die Markise wenigstens schön sauber ist und helfen an der ein oder anderen Stelle ein wenig mit einem feuchten Tuch nach. In diesem Urlaub haben wir die Markise noch gar nicht gebraucht, wir waren immer froh über die Sonnenstrahlen...

Oben auf dem kleinen Deich auf der Wiese vor unserer Parzelle spendet ein junger Baum so viel Schatten, dass wir hier gemütlich unseren Tisch und die Stühle aufbauen können; die Nachbarn drumherum tun es uns gleich, aber meist in der prallen Sonne. Ne, das wollen wir nicht.

 

Meine Güte, was ist da viel Verkehr auf dem Rhein! Die Schiffe sind auch gar nicht so leise, wie man sich das vielleicht vorstellt, sie stampfen schwer beladen und tief im Wasser liegend schäumend an uns vorbei. Am gegenüberliegenden Ufer fährt direkt am Wasser entlang die Bahn mit teilweise ellenlangen Güterzügen. Auch das schallt von den Hügeln gegenüber ganz schön zu uns hinüber. Die Nacht war also gar nicht so ruhig, wie man hier annehmen könnte. Aber wir haben trotzdem gut geschlafen. Hat ja auch was Einlullendes...

 

Tja, heute geht es wieder nach Hause, am Montag ruft die Arbeit. Und wir sind gespannt, wie es unserem Nachwuchs in unserer knapp einwöchigen Abwesenheit ergangen ist... Zwischendurch haben wir natürlich immer Kontakt gehabt, meist über Whatsapp und unsere Töchter haben uns sogar nicht ganz ernst gemeinte Fotos von selbst gekochtem Essen geschickt, als Beweis, dass sie nicht verhungern...

 

Wir entsorgen noch ein letztes Mal am Stellplatz und um kurz vor elf Uhr brechen wir auf gen Heimat. Es herrschen wieder 26° Celsius und Sonne satt. Eigentlich viel zu schade für lange Autofahrten.

Unsere Fahrräder hatten wir zwar die ganze Zeit dabei, haben sie aber nicht ein einziges Mal eingesetzt. Sie sind noch nicht einmal vom Fahrradträger gekommen. Irgendwie bot sich das in diesem Urlaub nicht so richtig an. Oft war es so steil und ging bergauf, bergab, dass wir uns lieber fürs Wandern entschieden. Manchmal waren die Wege auch so klein und zugewachsen, dass man schneller zu Fuß als mit dem Fahrrad vorwärts gekommen ist. Und im Hohen Venn im Moor ist Wandern sowieso besser gewesen als mit dem Rad unterwegs zu sein.

 

 

Wir kommen auf der Heimfahrt sehr gut durch, fahren eine halbe Stunde zu Beginn unserer Rückreise auf der Landstraße und schließlich auf die Autobahn. Ein paar Kilometer vor Soest halten wir noch einmal auf dem Rastplatz "Am Röllingser Graben" kurz an, um in unserem eigenen Cache, den wir vor knapp sechs Jahren dort ausgelegt haben, noch zwei Trackables unterzubringen, die wir aus der Eifel mitnahmen, auf dass sie nun eine gute Weiterreise haben mögen.

 

Um genau 13:34 Uhr, nach zweieinhalb Stunden Fahrt, rollen wir in die Garageneinfahrt und wir sind wieder zu Hause. Ein schöner, sehr abwechslungsreicher Urlaub liegt nun hinter uns, mal ohne Töchter, die uns ab jetzt wohl immer weniger begleiten werden. Aber so ist es auch ganz nachvollziehbar, mit 16 Jahren...

Doch die Wiedersehensfreude ist groß, auf allen Seiten, und jeder hat nun viel zu erzählen...

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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