Kronenburg - winziges Eifelstädtchen und toller Burgbering der Burgruine

Di., 22. Mai 2018, 3. Reisetag / 57 Tageskilometer / von Surbrod (Belgien), Stellplatz "Signal de Botrange" nach Kronenburg (Deutschland / Dahlem, Kreis Euskirchen) / Stellplatz am Kronenburger See / Koordinaten: 50.3578667,6.4726502

Burgruine Kronenburg mit sehenswertem Burgbering
Burgruine Kronenburg mit sehenswertem Burgbering

Der Morgen am höchsten Punkt Belgiens begrüßt uns um neun Uhr mit leichter Bewölkung und 15° Celsius. Die Nacht war sehr ruhig hier (war ja auch so gut wie niemand da...), aber in den frühen Morgenstunden hört man doch einiges an LKW-Verkehr auf der N676, die direkt am Parkplatz vorbeiführt. Na ja, der Alltag nach dem Pfingstwochenende ist wieder eingekehrt, zumindest für die Brummifahrer, die hier fahren. Wir hätten allerdings nicht gedacht, dass in dieser abgeschiedenen Gegend so viel Verkehr herrscht, wenn die Feiertage erst einmal vorbei sind.

Der belgische "Antik"-Kleinlaster mit seinen Kabeltrommeln auf dem Anhänger ist schon verschwunden; jetzt stehen nur noch das holländische Wohnmobil und wir auf dem großen, leeren Platz. Gegen elf Uhr kommen allerdings noch ein weiteres Wohnmobil und mehrere erste Tagesgäste mit ihren PKW angefahren. Dennoch bleibt es an diesem Dienstagvormittag insgesamt recht leer.

In Belgien (wie auch in Rheinland-Pfalz, wie wir in den nächsten Tagen sehen werden) gibt es auch gar keine Pfingstferien. Ab und zu laufen uns Schulkinder mit ihren Schulrucksäcken über den Weg und vor den Schulen stehen Fahrräder und Busse.

Ein kritischer Blick auf unsere Batterieanzeige zeigt noch 88,8 % Batterieladung nach zwei Tagen autarken Stehens. Das ist eine super Bilanz, hatten wir doch an beiden Abenden den Fernseher an und über Nacht wurden die Akkus sämtlicher elektronischer Geräte wieder geladen: Smartphones, Digitalkameras, GPS-Gerät. Gut, dass wir uns im Februar letzten Jahres den Ladebooster haben einbauen lassen.

 

 

Ins Moor über Holzstege

 

Gegen elf Uhr brechen wir erneut auf ins Moor, dieses Mal in die andere Richtung, zu dem Holzsteg, den wir gestern Abend während unseres "Gewitter-Gewaltmarsches" zurück zum Womo "aus den Augenwinkeln" entdeckt hatten. Doch der heutige Ausflug ins Moor dauert nur etwa eine Dreiviertelstunde, denn das Wetter wird wieder zunehmend unbeständiger, dunkle Wolken ziehen auf und in der Ferne ist beständiges Donnergrollen zu hören. Im Moor hätten wir auch keinerlei Schutz, wenn der Himmel seine Schleusen öffnen sollte, und bei Gewitter ist es auch nicht unbedingt ratsam, als erhöhtes Menschlein in weiter Landschaft herumzulaufen.

 

Trotzdem genießen wir bei den nach wie vor warmen Temperaturen den recht kurzen Gang über den Holzsteg, der leider schon nach knapp 600 m in Gras- und Schotterwege übergeht. Wir sind wiederum ganz allein hier, sehen nur einen Trecker mit Planwagen als Ausflugsanhänger irgendwo auf einem Schotterweg stehen, doch die Gruppe, die dieser Trecker ins Moor gefahren hat, ist nirgends zu sehen. Erst als wir uns schon wegen des Wetters auf dem Rückweg befinden, entdecken wir weiter entfernt auch eine Truppe von Schulkindern auf den Planwagen zugehen, wahrscheinlich aus demselben Grund wie wir ebenfalls mit etwas schnellerem Schritt...

Auch dieser Holzsteg ist an manchen Stellen durchgebrochen oder Bretter sind lose. Entweder der Steg wird bald repariert oder er wird wahrscheinlich wegen "Durchbruchsgefahr" gesperrt werden müssen. Es sei denn, in Belgien sind die Gesetze zur Verkehrssicherheit von Wegen und Straßen nicht so streng wie in Deutschland... Aber er ist wenigstens noch begehbar und nicht zugeschüttet wie die anderen Holzstege, die wir gestern neben oder unter den Schotterwegen entdeckten.

Wir können beim "Durchblick" auf eingebrochene Stellen des Weges auch feststellen, dass direkt unter dem gegenwärtigen Steg ein früherer, schmalerer Steg existierte, der natürlich auch weggebrochen oder vermodert ist. Die Belgier haben also schon seit Jahrzehnten damit zu tun, die Stege zu bauen und zu erhalten, was wohl angesichts des schnellen Zerfalls im Moor so viel Arbeit macht, dass man nun dazu übergeht, Schotter anzufüllen; der hält wohl "für die Ewigkeit".

 

Ganz  "auf dem Holzweg"... Wanderung durch eine der urtümlichsten Landschaften Europas
Ganz "auf dem Holzweg"... Wanderung durch eine der urtümlichsten Landschaften Europas

 

Manchmal hätten wir uns auch gerne mehr als ein Brett zur Überquerung mooriger Stellen gewünscht... aber so erhöht sich auch der "Spannungsfaktor": "Schaff ich's oder schaff ich's nicht mit halbwegs trockenen Schuhen?" Auflösung: Es ging so einigermaßen...

 

 

Um viertel vor zwölf Uhr sind wir wieder am Stellplatz und erklimmen noch die kleine Aussichtsplattform auf dem sogenannten Baltia-Hügel, benannt nach dem belgischen General-Leutnant Herman Baltia. Nach dem 1. Weltkrieg wurde Botrange belgisches Territorium und der damalige König Albert I. ließ es sofort vermessen. Er stellte fest: es fehlen 6 m bis zur "magischen" 700 m-Höhe (warum auch immer das so wichtig ist...). Also ließ er diesen Hügel mit der Treppe extra 6 m hoch aufschütten, und so ist Belgien an seiner höchsten Stelle nun 700 m über NN. Was man nicht alles tut für eine "magische" Zahl...

 

 

Nur ein paar Minuten später fängt es an zu regnen und zu gewittern, gut, dass wir nun im Womo sind. Wir nutzen die Zeit, um den leidigen Abwasch zu erledigen und zu planen, wohin wir als Nächstes fahren wollen. "Kronenburg soll ganz schön sein", meint Herr Fernschreiber, "hat 'ne Burgruine mit 'nem schönen Burgbering." Seltsamer Ausdruck für das ringförmige Umschließen einer Burg, da könnte man ja auch Ringmauer sagen. Das Besondere an Kronenburg ist wohl, dass der Burgbering quasi bewohnt wird, er besteht nämlich aus ringförmig lückenlos aneinandergereihten Häusern, deren Eingänge nach innen, also zur Burg, gerichtet sind und dieser ringförmig bewohnte "Wall" die Burg somit schützt.

Nun gut, fahren wir also dorthin. Doch halt: Der Stellplatz in Kronenburg hat zwar die Möglichkeit, Frischwasser zu tanken und Grauwasser zu entleeren, aber nicht die Toilette. Nach zwei Tagen autarken Stehens müssten wir auch daran mal denken. Also suchen wir uns zunächst als Zwischenziel einen anderen Stellplatz in der Nähe eines lokalen kleinen Flugplatzes, der alles bietet, bei dem wir allerdings wegen der abgeschiedenen Lage nicht bleiben wollen. Geplant - getan.

 

Weiterfahrt nach Kronenburg im deutsch-belgischen Grenzgebiet

 

Exakt um dreizehn Uhr verlassen wir den höchsten Stellplatz Belgiens, es bleibt weiterhin regnerisch, auch wenn es gerade ein wenig nachgelassen hat, und es ist nur noch 15° Celsius warm.

Während der Fahrt durch die Eifel schüttet es zwischenzeitlich wie aus Eimern, die Scheibenwischer kommen stellenweise kaum noch nach. Aber wir sitzen ja im trockenen Womo und überbrücken das schlechte Wetter mit Fahren, auch nicht schlecht. Außerdem regnet es nicht während der gesamten Fahrt, streckenweise ist es auch trocken.

Kurz vor zwei Uhr kommen wir also nach einer sehr regenreichen, kurvigen und daher langsamen Fahrt quer durch die Eifel irgendwo außerhalb von Dahlem an dem Stellplatz am Flugplatz zur Ver- und Entsorgung an. Aber genau dann regnet es wieder in Strömen und das bei nur noch 13° Celsius. Es ist kein anderes Wohnmobil auf dem Stellplatz, der eigentlich nur ein Parkplatz neben einem kleinen Campingplatz ist, und wir können direkt bis zur Ver- und Entsorgungssäule fahren. Wir stehen unmittelbar davor, verspüren aber bei dem Starkregen keinerlei Lust, sich jetzt um unsere vollen und leeren Tanks zu kümmern. Na, dann essen wir doch erst mal ein Häppchen!

 

 

Nach zwanzig Minuten Wartezeit im Womo fasst sich Herr Fernschreiber ein Herz, zieht kurze Hose und Flip-Flops an, T-Shirt aus und kümmert sich mit entblößtem Oberkörper um unsere Ver- und Entsorgung. So wird Kleidung am wenigsten nass. Ich muss ja sagen, da beneide ich ihn jetzt nicht drum... Nach getaner Arbeit kommt er "frisch geduscht" wieder an Bord, trocknet sich ab, wirft sich in neue Klamotten und weiter geht die Fahrt. Man mag es kaum glauben: wir verlassen kurz vor drei Uhr gerade den Stellplatz, als der Regen aufhört und sogar die Sonne wieder zum Vorschein kommt! Mit etwas mehr Geduld wäre Herr Fernschreiber trocken geblieben...

 

Stellplatz in der promobil-App
Stellplatz in der promobil-App

Eine Viertelstunde später kommen wir in Kronenburg an, um zehn nach drei, bei wieder sattem, stechendem Sonnenschein, aber auch einer drückenden, schwülen Hitze... Mann, Mann, Mann... ist das ein unberechenbares Wetter hier in der Eifel!

Der Stellplatz liegt unmittelbar an der Talsperre Kronenburger See, hinter dem Damm, in einer kleinen Senke. Eigentlich ganz schön und völlig im Grünen gelegen, hier geht allerdings kein Lüftchen. Wir sind ganz allein auf dem Platz, mal sehen, ob im Laufe des Tages noch jemand angerollt kommt. Hier gönnen wir uns das erste Mal in diesem Urlaub Landstrom, der sogar inklusive ist.

Wir stellen unsere Stühle hinaus und genießen wieder in kurzer Hose und T-Shirt die Sonnenstrahlen vor'm Womo. Gute Gelegenheit, die nassen Klamotten des Herrn Fernschreiber von vorhin zu trocknen...

Eine Stunde später kommt noch ein Wohnmobil angefahren, wieder ein Holländer, wie in Botrange heute Morgen auch schon. Kann es sein, dass unsere westlichen Nachbarn mehr Urlaub als wir haben...?  ;)

 Wir sind uns nicht ganz sicher, ob wir heute nochmal losziehen sollen, den Ort oder sogar die Burgruine oben auf dem Berg zu erkunden, denn um uns herum sind immer wieder dunkle Wolken zu sehen... da kommt noch was... oder auch nicht...?

 

 

Um viertel vor fünf Uhr am Nachmittag entschließen wir uns dann doch zu einem Erkundungsgang durch Kronenburg, dem über 400 Jahre alten, mittelalterlich geprägten Örtchen mit nur noch rund 450 Einwohnern. Wir statten uns "regengerecht" aus und ziehen los. Zunächst gehen wir in Richtung Freizeitanlage neben unserem Stellplatz und unterhalb der Sperrmauer gelegen, aber hier ist nicht viel los, die Minigolfanlage hat noch einsame vier Besucher, ansonsten ist alles geschlossen, verwaist und ein wenig heruntergekommen. Schade drum eigentlich. Und das in den Ferien, denn hier sind wir noch (oder schon wieder) in NRW und eine Ferienhaussiedlung am Hang oberhalb des Sees ist auch vorhanden, aber scheint's nicht gut belegt...

Wir wenden uns dann der Talsiedlung Kronenburgerhütte zu, einfach, weil wir dann nicht den Berg hinauf zum Burgort müssen. Hier ist es eigentlich ganz hübsch, aber auch dieser Teil des Ortes wirkt fast wie "ausgestorben": Häuser zu verkaufen, "Tante-Emma-Läden" dauerhaft geschlossen. Immerhin, die kleine Brigida-Kapelle hat geöffnet...

 

 

An einem alten, denkmalgeschützten Haus entdecken wir ein kleines Hinweisschild mit dem Pfad zur Burgruine den Berg hinauf. Da das Wetter sich zu halten scheint und wir ja auch im Regenfall adäquat ausgestattet sind, entschließen wir uns doch noch, heute Abend nach oben zu wandern. Es ist zwanzig Minuten nach fünf Uhr und man kann die Lage ja schon mal inspizieren da oben.

Der Pfad erweist sich als wirklich winzig, es ist ein Stück vom "Eifeler Quellenpfad" und jetzt im Mai schon so zugewuchert, dass im August bestimmt fast kein Weg mehr zu erkennen sein wird. Wir "schlagen uns durch die Büsche", steil und teilweise auf matschigem Untergrund nach oben, bis wir nach etwa der Hälfte des Aufstiegs entscheiden, doch an der kleinen Straße entlangzugehen, die nach oben führt.

An dieser Straße liegt - schon knapp unterhalb der Burg - ein "Haus für Lehrerfortbildung" des Landes NRW. Früher war das die "Hermann Göring-Meisterschule für Malerei", wie wir einer zweisprachig ausgestatteten, ausführlich informierenden Hinweistafel entnehmen können.

Wir gehen noch ein paar Schritte weiter und eine lange Treppe nach oben, vorbei an alten Fotografien der Tell-Spiele auf der Burgruine aus den Jahren 1920-25 und erreichen durch das Tor den Burgbering der auf 560 m über NN gelegenen Höhenburg.

 

 

Was den Burgbering angeht, so ist dieser wirklich sehenswert. Allein den "Eintritt" durch das Burgtor empfindet man schon wie einen Gang in eine frühere Zeit. Das Besondere an dieser Ringmauer mit den sich dicht aneinanderreihenden, lückenlosen Häuschen ist, dass diese auch heute noch "ganz normal" bewohnt werden, kleine Pensionen und Cafés beherbergen oder sich einige Künstler-Ateliers dort befinden. Die kleine Kopfsteinpflasterstraße führt einmal rund um die Burgruine oben in ihrer Mitte.

Aber bevor wir uns den Burgbering anschauen, ist erst einmal die eigentliche Burg beziehungsweise deren Reste an der Reihe. Hier zeigt sich wieder, dass es ganz gut ist, wenn man nicht zu den typischen "Besucher-Stoßzeiten" an den Sehenswürdigkeiten auftaucht, ähnlich wie das schon gestern Abend im Moor der Fall war. So haben wir auch diese Umgebung erneut fast für uns alleine und nehmen dafür gerne in Kauf, dass kleine Souvenirläden oder Cafés um diese Zeit schon geschlossen haben.

 

 

Oben angekommen sind tatsächlich nur noch ein paar alte Überreste der Burg anzuschauen. Auch hier ist es schön leer und man hat tatsächlich einen tollen "Eifel-Blick" und sieht die Häuser der Ringmauer etwas unterhalb der Burg.

 

 

Nach dem Besuch der Überreste der Burg schlendern wir nun einmal den Burgbering entlang und machen den Anfang beim Schlosshotel. Das war früher das Burghaus zur Verwaltung der Ländereien und Eisenhütten und wurde 1766 gebaut. Dann verfiel es zunehmend und stand zeitweise leer, bis es von 2005-2008 aufwändig restauriert und erweitert wurde und es heute ein 4-Sterne-Schlosshotel ist.

 

 

Nun geht's einmal das kleine kreisförmige Gässchen des Burgberings entlang. Sehr schön hier!

 

Burgbering der Burgruine Kronenburg
Burgbering der Burgruine Kronenburg

 

Nach diesem wirklich schönen, idyllischen Rundgang gehen wir langsam wieder den Berg hinab, mittlerweile ist es viertel nach sechs Uhr. Wieder im Unterdorf Kronenburgerhütte angekommen, entdecken wir an der Einfallstraße zu Kronenburg ein Restaurant, was sogar geöffnet hat. Da aber die Lage nicht so besonders schön ist, wollen wir versuchen, im Restaurant "Seeterrasse", unmittelbar am See und nah am Stellpatz gelegen, einzukehren. Da ist es bestimmt schöner, denn auch die Sonne traut sich wieder hervor und dann könnten wir draußen am See sitzen. Gesagt - getan. Wir gehen langsam durchs Dorf zum Stellplatz zurück und sehen die Brigida-Kapelle nun auch im Sonnenschein liegen. Kurz vor'm Stellplatz entdecken wir noch ein weiteres Atelier in diesem kleinen "Künstlerdorf".

Doch bevor es zum Womo geht, biegen wir nochmal rechts ab zur Freizeitanlage. Da sahen wir schon zu Beginn unseres kleines "Trips" durch das Dorf einen Cache auf der Karte, doch ein paar wenige Besucher der Anlage hielten uns zu dem Zeitpunkt noch vom "muggelfreien" Suchen ab. Das holen wir jetzt nach und können nach kurzer Suche um 18:44 Uhr loggen.

 

Jetzt aber auf zum Restaurant "Seeterrasse"! Wir kommen um vor Hunger!

Quer über den Stellplatz laufend, den Damm hoch, von da aus nochmal einen Blick über den See und die Burg oben auf den Berg geworfen, erkennen wir schon das Hinweisschild des Restaurants... ach neeee, dienstags geschlossen!! Und was haben wir heute? Dienstag! Maaaaannn!! Und das in der Ferienzeit! Hier ist aber auch wirklich manchmal "der Hund verfroren"! Zum anderen Restaurant an der Haupstraße zu gehen haben wir keine Lust mehr, zumal unser Womo ja in unmittelbarer Nähe steht.

 

Restaurant "Seeterrasse"
Restaurant "Seeterrasse"
Hinweisschild am See
Hinweisschild am See

Also gehen wir zum Stellplatz zurück und "schmeißen" draußen den Grill und drinnen unseren "Multicooker" mit Pommes gefüllt an. Wir haben hier ja Strom und nutzen diesen jetzt auch aus. Grillen im Sonnenschein draußen ist auch schön, doch wir wären auch ganz gerne essen gegangen... grumpf...

Doch das Gegrillte und die Pommes schmecken - immerhin war Proviant noch reichlich vorhanden - und so sind wir, den Abend draußen beschließend, auch versöhnt mit dem geschlossenen Restaurant. Wenn nur das leidige Spülen danach nicht wäre. Vor allem das Säubern des Rostes und der Auffangschale (mit "crossen" Überresten des leckeren Grillkäses...) gehört nicht gerade zu den Highlights eines Urlaubs. Aber: "Watt mutt, datt mutt".

Und wir stellen fest, dass der Fernsehempfang hier im Tal mit den hohen Bäumen drumherum mäßig bis gar nicht funktioniert.


Daher verbringen wir diesen Abend ohne TV, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da ich eh noch unzählige Fotos von mehreren Kameras sortieren und alle in einen gemeinsamen Ordner auf das Smartphone übertragen möchte und mit dem stichwortartigen Notieren der Reiseerlebnisse mehr als beschäftigt bin. Außerdem haben wir sowieso immer genügend "Lesefutter" dabei.

Auch der Handy-Empfang ist hier hundsmiserabel, zumindest mit unserem mobilen Anbieter... aber dank unseres Womos, als "Wlan-Zentrale" mit englischer Sim-Karte (noch aus dem letzten Urlaub: "three UK") hergerichtet, klappt's mit dem Empfang zumindest im und am Womo recht gut. Und so verbringen wir diesen Abend erneut (fast) ganz allein mit unseren holländischen Nachbarn auf dem Stellplatz und sehen einer geruhsamen Nacht entgegen.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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