Sieben Tage London sind vorbei - Gemütliche Heimfahrt

(Oster-) Sonntag, 1. April 2018, 9. und letzter Reisetag / 606 Tageskilometer / von Campingplatz "Abbey Wood" London nach Soest, Deutschland, NRW

Tschüss Großbritannien!
Tschüss Großbritannien!

Heute bricht unser letzter Tag in England an. Da unsere gebuchte Fähre erst um vier Uhr heute Nachmittag ablegen wird, lassen wir uns komfortabel viel Zeit mit Aufstehen, Frühstück und mit dem Zusammenpacken unserer Siebensachen.

Außerdem ist heute ja auch Ostersonntag, da frühstücken auch zwei, drei Schoko-Osterhasen mit uns mit, nachdem sie sich draußen vor'm Womo unter den trocknenden Regenschirmen "versteckt" haben und erst einmal "gefunden" werden mussten (kleiner Scherz)...

 

Das Wetter präsentiert sich heute ähnlich wie die vergangenen Tage: wolkenverhangen, nur 6° Celsius "warm" und immer so aussehend, als könne es jeden Moment anfangen zu regnen. Na ja, aber immerhin ist es heute Morgen trocken.

 

Um kurz nach halb zwölf Uhr verlassen wir den Campingplatz und kommen nach einer ruhigen Fahrt knapp eineinhalb Stunden später - um fünf nach ein Uhr am Nachmittag - im Hafen von Dover an. Wenn wir nachher nach Dünkirchen übersetzen, liegen circa 60 km Wasserstrecke des Ärmelkanals zwischen den beiden Städten, wofür die Fähre ziemlich genau zwei Stunden braucht. Nach Calais wäre es eine halbe Stunde kürzer, aber meist auch teurer und für unsere Fahrtrichtung in Frankreich auch weiter entfernt. Mit dem kleinen, beschaulichen Dünkirchen haben wir ja auch letztes Jahr schon gute Erfahrungen gemacht, da nehmen wir die halbe Stunde längere Fahrzeit auf der Fähre gerne in Kauf.

 

 

Nach gut zehnminütiger Wartezeit vor der Passkontrolle checken wir um 13:20 Uhr schnell, unkompliziert und ohne Gesichtskontrolle ein und rechnen damit, noch eine ganze Weile in der Wartespur ausharren zu müssen, bis unsere Fähre um vier Uhr ablegt. Aber noch irgendetwas anderes in Dover zu unternehmen, danach steht uns nun auch nicht mehr der Sinn. Schön wäre noch ein Gang auf die Klippen gewesen, aber bei diesem trüben, unbeständigen Wetter sparen wir uns das.

 

Zu unserem Erstaunen bekommen wir die Autoanhänger für die Fähre, die schon um zwei Uhr am Nachmittag ablegt, ausgehändigt. Wie toll! Da hat sich wahrscheinlich unser zuvor gebuchter "Flex-Tarif" bewährt, der uns erlaubt, auch Fähren bis 48 Std. vor oder nach der eigentlichen Buchungszeit in Anspruch nehmen zu können. Das geht ja nun ratz-fatz! So haben wir so gut wie keine Wartezeit in der Wartespur und um 13:35 Uhr sind wir schon an Bord und oben im Bordrestaurant. Ja spitze! Die Fähre scheint auch gar nicht ausgebucht zu sein. Überall sind noch Plätze zu haben, das merkt man auch im Bordrestaurant.

 

 

Jetzt heißt es wieder, Uhren eine Stunde nach vorne stellen, so dass wir um fünf Uhr Ortszeit in Dünkirchen -  nach zwei Stunden Fährüberfahrt - ankommen werden.
Wir legen schon fünf Minuten vorher ab, heißt: noch mal fünf Minuten eher wieder auf dem Festland...

Wir vertreiben uns die Zeit mit lesen, Musik hören und holen uns Kaffee und Kakao. Frau Fernschreiberin schießt noch ein paar Abschieds- und Erinnerungsfotos vom Außendeck aus, aber die Sicht ist nicht umwerfend und es ist immer noch kalt und regnerisch. Also schnell wieder hinein.

 

 

Ungefähr 38 £ haben wir noch von unserer Barschaft übrig. Das "hauen wir jetzt alles auf den Kopf" und geben im Bordshop das Geld für diverse Mitbringsel, Schreibblock, Kugelschreiber, Bonbons aus, bis nur noch genau drei Pence übrig sind. Punktlandung!


Pünktlich um fünf Uhr am Nachmittag Ortszeit legen wir wieder in Dünkirchen an. Auch auf der "kontinentalen" Seite läuft alles wie am Schnürchen: Viertel nach fünf Uhr verlassen wir die Fähre - hier ist das Wetter auch nicht viel besser: 8° Celsius, bedeckt - viertel vor sechs Uhr sind wir schon in Belgien und eine Stunde später, um viertel vor sieben Uhr, liegt Gent staufrei hinter uns. Auch Antwerpen passieren wir um viertel nach sieben Uhr problemlos und dieses Mal ohne Stau, nicht so wie letztes Jahr... Jetzt geht's Richtung Eindhoven.

 

Kleines Gimmick zwischendurch:

Heute ist ja nicht nur Ostersonntag, sondern auch der 1. April, traditionell der Tag, an dem Meldungen mit Vorsicht zu genießen sind...

Während Herr Fernschreiber so seine Runden am Steuer zieht, überfliegt Frau Fernschreiberin mal zwischendurch die Nachrichten, die das Smartphone so hergibt. Und da fällt die Meldung der Reisemobil-Teitschrift "promobil" ins Auge: "Zwangsbegrünung gefordert, sonst droht Stilllegung". Erst: stutzig, aha, Dieseldebatte, dann: schmunzel und breites Grinsen... Schön gemacht!

 

Um kurz vor acht Uhr am Abend sind wir in den Niederlanden, es sind jetzt wieder nur 6° Celsius und es ist die ganze Zeit bewölkt, aber wenigstens trocken. Um kurz nach halb neun Uhr erreichen wir die deutsche Grenze. Für ein Foto war es da aber schon zu dunkel...Zwischendurch knacken wir noch die 40 000 km-Grenze bei unserem Womo.

Pfiffiger Aprilscherz...
Pfiffiger Aprilscherz...
... der Zeitschrift "promobil"
... der Zeitschrift "promobil"

Selbst den "Ruhrschleichweg A 40 " durch Essen und Bochum passieren wir ganz ohne Stau, trotz der vielen Baustellen dort, und kommen um genau 22:11 Uhr bei uns zu Hause an. Das ging dieses Mal wirklich zügig! Von der Fährabfahrt in Dünkirchen bis zur Haustür in knapp fünf Stunden.

Ein schöner, erlebnisreicher, wenn auch zuweilen arg verregneter Urlaub ist nun wieder zu Ende.

 

 

Nachtrag: Ein paar Tage nach unserem Urlaub schickt Herr Fernschreiber die vier Oyster-Cards zurück nach England, mit einer schriftlichen Begründung dazu, wie verlangt. Einige Zeit später, irgendwann im April, bekommen wir den vollen Betrag von 31 £ problemlos zurückerstattet.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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