Sightseeing und Shopping in der fränkischen Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg

Mo., 30. Oktober 2017, 2. Reisetag / 0 Tk mit Womo / Stellplatz am Bambados, Bamberg

Warten auf den Bus am Stellplatz des Freizeitbades Bambados (im Hintergrund)
Warten auf den Bus am Stellplatz des Freizeitbades Bambados (im Hintergrund)

Der Tag in Bamberg beginnt morgens in der Frühe mit Sonne, doch so zeitig am Tag sind wir natürlich noch nicht “ausgehfein”. Erstmal müssen alle richtig wach werden - und das dauert, bei fünfzehnjährigen Teenagern. Frühstück und einmal männliche und dreimal weibliche Morgentoilette ist außerdem angesagt - wie war das? “Das dauert”... So macht sich Herr Fernschreiber lieber schon mal auf, Brötchen zu besorgen, ist ja alles fußläufig zu erreichen hier, während “wir drei Mädels” uns zurechtmachen. Da ist das einzig männliche Familienmitglied immer bewundernswert geduldig…

 Und während wir so gemütlich beim Frühstück sitzen, fängt es an zu tröpfeln und als wir schließlich abräumen, gießt es wie aus Eimern… na toll! So legen wir notgedrungen eine “Zwangspause” ein und es wird schließlich schon kurz nach halb zwölf Uhr, als endlich der Regen nachlässt und wir bei kühlen 10° Celsius aufbrechen. Die wenigen Meter zur Bushaltestelle, die wir ja vom Stellplatz aus schon sehen, sind schnell zurückgelegt und wir sitzen um 11:40 Uhr im Bus der Linie 902, die uns für 6,50 € für alle vier achtzehn Minuten später und nach circa 4,5 km im Zentrum der Altstadt, am ZOB (Zentralen Omnibus Bahnhof), wieder absetzt. Sehr komfortabel!

Um die Ecke beginnt die Fußgängerzone und heute ist auch Wochenmarkt im Zentrum der Stadt - am Grünen Markt - an diesem besonderen (Brückentags-) Montag, der wie ein Freitag wirkt, da morgen schon wieder zwei freie Tage folgen. So richtet sich unser Tagesprogramm auch ein wenig nach diesem Umstand: natürlich wollen wir uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Altstadt Bambergs ansehen, aber auch ein wenig shoppen, wo doch heute alles geöffnet hat und die nächsten zwei Tage alles schon wieder zu ist…

Zunächst also das Kulturprogramm:

 

Die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt mit ihren vielen Fachwerkhäusern ist wirklich ein schönes Städtchen und besitzt mit seiner Altstadt den größten unversehrt erhaltenen historischen Stadtkern in Deutschland. Daher ist Bamberg auch seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen.

 

 

Uns zieht es als Erstes zum Alten Rathaus, das mit seiner prachtvoll bemalten Fassade mit den Fresken mitten im linken Regnitzarm zwischen oberer und unterer Brücke am Rande der Inselstadt (oder “Klein-Venedig”) liegt. (Der rechte Regnitz-Arm wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut, ist daher viel breiter und für Lastkähne beschiffbar).

Netterweise scheint just zu unserer Besuchszeit am Rathaus wieder die Sonne an diesem vor Touristen nur so wimmelnden Ort. Der Fotoapparat (nicht nur bei uns) klickt wie wild, denn das Alte Rathaus ist sicherlich eines der bedeutendsten Baudenkmäler in Bamberg. Nicht nur was seine wundervolle Fassade angeht, sondern auch in Bezug auf seine Entstehung: Da der Sage nach der Bischof von Bamberg den Bürgern keinen Platz für ein Rathaus zugestehen wollte, rammten die Menschen daraufhin Pfähle in die Regnitz, schufen so eine künstliche Insel und bauten darauf ihr Rathaus. Schon raffiniert!

 

 

Weiter führt uns der Weg an vielen alten Brauhäusern vorbei Richtung “Klein-Venedig”, hier jedoch fängt es wieder an zu regnen und die Besichtigungstour fällt dementsprechend kürzer aus. Außerdem: Ist ja auch ganz schön hier, aber wenn man - wie wir im Sommer - das echte Venedig gesehen hat, so hinkt dieser Vergleich hier doch ein wenig…

 

 

Wegen des Regens wenden wir uns also recht eilenden Schrittes dem Domberg zu, um im Kaiserdom St. Peter und St. Georg, oder kurz: Bamberger Dom, Schutz vor der Nässe von oben suchen zu können, aber natürlich auch, um das Bauwerk an sich zu bewundern. Leider ist der viertürmige Dom sowohl von außen als auch von innen ziemlich eingerüstet und wird es wohl noch eine Weile bleiben, so, wie’s aussieht. Dennoch ist es ein beeindruckendes Bauwerk, in dem wir uns eine Weile andächtig aufhalten.

 

 

Als wir wieder ans Tageslicht kommen, hat auch der Regen aufgehört und wir schauen uns noch ein wenig auf dem weitläufigen Platz des Dombergs und der Neuen Residenz um und haben von hier oben einen schönen Ausblick über die Dächer von Bamberg. Hinter dem Dom beeindrucken die Gebäude der Alten Hofhaltung, dem historischen Museum.

 

 

Shopping...

 

Langsam schlendern wir den Berg wieder hinunter, wenden uns nun vornehmlich den Fußgängerzonen zu und schauen mal so, was die verschiedenen Geschäfte so zu bieten haben…

 

 

Wir werden ja doch bei so manchem fündig, als uns vollgepackt gegen vier Uhr am Nachmittag der Hunger erwischt. Auf dem Maximiliansplatz entdecken wir eine wohl sehr begehrte Würstchenbude, zumindest lässt die lange Schlange darauf schließen. Wir reihen uns da mal ein und tatsächlich, die Wurst im Doppelpack mundet wirklich gut.

 

Wieder am Bambados, somit am Stellplatz
Wieder am Bambados, somit am Stellplatz

Nach ein paar letzten Einkäufen gehen wir wieder Richtung ZOB, wo uns um 16:44 Uhr dieses Mal die Buslinie 920 für erneute 6,50 € in dreizehn Minuten direkt zum Bambados zurückbringt.

 

Um ziemlich genau fünf Uhr nachmittags sind wir wieder am Womo, es wird jetzt schon leicht dämmrig. Wir überlegen, noch ins Freizeitbad zu gehen, doch nachdem die Einkäufe ausgepackt und weggeräumt sind, wird es wieder sooo gemütlich im Womo nach über fünf Stunden Kultur und Shopping in Sonne, Regen und Kälte, dass wir uns nicht mehr aufraffen wollen.

 

So läuten wir nur noch mit einem leichten Süppchen den Abend ein und genießen das wohlige Feeling im Womo.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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