1. Tag London-Sightseeing: Tower Bridge und die Kronjuwelen im Tower

Mo., 10. April 2017, 4. Reisetag / 0 Tageskilometer (mit Womo) / London

Auf geht's!
Auf geht's!
Erstes Ziel in "London-City": Tower-Bridge
Erstes Ziel in "London-City": Tower-Bridge

Heute geht's los! Tag 1 eines dreitägigen "London-Marathons" beginnt...

Das Wetter ist nicht mehr ganz so warm und durchgehend sonnig wie gestern, doch für eine Stadtbesichtigung immer noch wirklich gut: ab und zu Sonne und vor allem: kein Regen!

Wir marschieren um viertel vor elf Uhr am Morgen vom Womo aus zu Fuß los Richtung Bahnstation. Google Maps sagt uns, dass wir 0,7 Meilen (also etwa 1,1 km) zu gehen hätten und wir dafür 14 Minuten bräuchten, doch wir sind schon gestern einen anderen Weg, eine Abkürzung zwischen den Straßen des Wohnviertels, gegangen.


Und dank einer Fußgängerbrücke über die Gleise hinweg muss man so auch in Bahnhofsnähe keinen umständlichen Umweg auf die andere Seite einschlagen. Diese Fußgängerbrücke hat google Maps wohl nicht "auf dem Schirm". Auf diese Weise sind es nur rund 600 m vom Womo aus bis zum Bahnhof.

Pünktlich um 11:03 Uhr läuft die S-Bahn der southeastern ein und neun Haltestationen und 32 Minuten später sind wir ohne lästiges Umsteigen an unserem ersten Tagesziel: Station Cannon Street, ziemlich nah am Tower und der Tower Bridge gelegen. Beide Sehenswürdigkeiten liegen ja unmittelbar nebeneinander und befinden sich ein wenig östlicher vom eigentlichen Zentrum von London (mit Westminster Palace, Westminster Abbey, Big Ben usw.), von unserer Richtung aus gesehen also näher gelegen und daher erste Zwischenetappe.

Blöderweise haben wir unseren London-Reiseführer mit Stadtplan im Womo vergessen. So orientieren wir uns nun mit Hilfe der Geocaching-Karte auf dem Handy, das uns neben der einzuschlagenden Richtung auch gleich einen direkt am Ufer der Themse gelegenen Cache anzeigt, den wir um Punkt 12:10 Uhr mit unserem Logeintrag bereichern. Am Flussufer entlang lässt es sich zudem äußerst bequem, "verirrungs-vermeidend" und mit tollen Ausblicken bis zur Tower-Bridge laufen, die man ja auch schon die ganze Zeit stolz über der Themse thronend sehen kann und die natürlich ein prima Foto-Motiv abgibt.

 

Zu Besuch im Tower

 

Der Mittelalterliche Palast

Um viertel nach zwölf Uhr kommen wir am Tower an und reihen uns nach kurzem Überlegen in die touristischen Massen ein. Wir haben Glück, wir erwischen ein Zeitfenster, bei dem wir weder beim Ticketkauf (wir haben auf den London-Pass verzichtet) noch beim Einlass lange warten müssen. Also nichts wie rein, durch den Westeingang Eduards I.

Nach erster Orientierung auf dem ausgehändigten Übersichtsplan entscheiden wir uns zunächst für die Besichtigung des St. Thomas's Tower als Teil des Mittelalterlichen Palasts und statten dem recht komfortabel eingerichteten Schlafgemach Eduards I. einen Besuch ab. So ähnlich lebte und schlief es sich also im 13. Jahrhundert!  

Wir schlendern weiter mit den Massen durch verschiedene Räume des Towers, lassen das mittelalterliche Leben auf uns wirken und treten irgendwann wieder ins Freie.

 

 

Die berühmten Tower-Raben und andere "Royal Beasts"

Der Blick wendet sich zu den Raben-Volieren, in denen die sieben Kolk-Raben (sechs müssen es mindestens sein, einer ist heute "Ersatz") sorgfältigst vom Rabenmeister betreut werden. 

Der Sage nach sollen Tower und Königreich fallen, wenn die sechs Vögel je den Tower verlassen sollten. Also wird den "Soldaten der Königin, unterster Dienstrang" ein überaus angenehmes Leben beschert, und so mancher Streich mit den vielen täglichen Besuchern geht auf ihr Konto. Trotz eines jeweils gestutzen Flügels machten sich einige im Laufe der Zeit auf und davon, der Rabe George (alle Raben tragen Namen und sind auch charakterlich sehr unterschiedlich) knabberte Fernsehantennen an und wurde deswegen in Ungnade entlassen; der Rabe Grog saß vor einer Kneipe im East End, auch nicht gerade "königliches" Benehmen...

Aber der Speiseplan der Tower-Raben hat's in sich:

Die Raben bekommen jeden Tag 170 g rohes Fleisch (in altmodisch: "sechs Unzen") und in Blut getränkte Vogelbiskuits, einmal in der Woche ein Ei und ab und zu ein ganzes Kaninchen, komplett mit Fell sowie Brocken gebratenen Brotes. 

Da hätte sich so mancher Gefangene des Towers die Finger nach geleckt...

 

Es sind auch noch andere der "Royal Beasts" überall im Tower-Gelände zu sehen, in Anlehnung an die königliche Menagerie, die entstand, als die mittelalterlichen Könige sich gegenseitig exotische Tiere schenkten: Löwen, Leoparden, ein Elefant, Bären, Adler, Strauße, Affen, ein Ozelot, Krokodil und dergleichen mehr. Heute sind sie alle friedlich, da als lebensgroße Figuren aus Draht von der Künstlerin Kendra Haste ausgestellt.

 

Die Kronjuwelen im Jewel-House in den Waterloo-Kasernen und der lange Weg dahin...

Im "Burghof" finden mittelalterliche Theaterszenen statt und es dauert eine Weile, bis wir registrieren, dass die Menschenmassen dort gar nicht in erster Linie wegen der Spielszenen stehenbleiben, sondern dass sich eine mehrere hundert Meter lange Menschenschlange durch das Gelände windet, die darauf wartet, zu den königlichen Kronjuwelen vorgelassen zu werden. Da erinnern wir uns an ein kleines Schild am Eingang des Towers: Wartezeit zu den Kronjuwelen: 1 Std. ... ächz...

Da man aber den Tower ohne eine Besichtigung der weltberühmten Sammlung königlicher Kostbarkeiten kaum verlassen kann, machen wir uns auf die Suche nach dem Ende der Schlange und reihen uns ein. Eine Stunde Warterei steht also nun an. Abwechselnd treten mal die einen oder anderen Familienmitglieder aus (der Schlange), um sich hin und wieder auf eine Bank zu setzen oder sich ein wenig umzuschauen. Einer muss aber natürlich immer "in Reih' und Glied" bleiben, sonst ist die "hart erarbeitete" Position weg. Aber auch hier hat man einiges zu schauen, denn es geht an den Soldaten der königlichen Leibgarde vorbei, die bekanntermaßen unbeweglich und ohne eine Miene unter ihren Bärenfellmützen zu verziehen, an ihren Wachhäuschen "ausharren" müssen. Gelegentlich laufen sie im zackigen Marsch mal zehn, zwanzig Meter nach links und wieder zurück, wahrscheinlich, damit der Kreislauf mal ein bisschen bewegt wird...

 

Zwischendurch meldet sich unser Magen, ein leichtes Hungergefühl entsteht. Also reihen sich zwei von uns an einem Bratwurststand ein, wo (natürlich) auch eine Warteschlange herrscht, und wollen für die family das Mittagessen besorgen. Doch auch hier ist die Wartezeit über eine halbe Stunde lang, so dass eine der Fernschreiber-Töchter, die mit Vater Fernschreiber zusammen in der "Kronjuwelen-Schlange" stand, jetzt schnell zur "Bratwurst-Schlange" mit Mutter und anderer Tochter gelaufen kommt, um uns hier wegzuholen, denn nun sollte es bald ins Innere des Jewel-House der Waterloo-Barracks gehen, wo die echten Kronjuwelen darauf warten, bewundernd betrachtet zu werden, und das in unserem Fall also doch ohne Bratwurst.

 

Yeoman-Warder oder "beefeater" im Tower
Yeoman-Warder oder "beefeater" im Tower

Beobachtungen aus der Warteschlange: Ein Yeoman-Warder vor dem Jewel-House sorgt für Ordnung

 

Kurz vor dem Eingang zum Jewel-House passt einer der sogenannten Jeoman Warder (oder auch etwas abschätzig "beefeater" genannt) in seinem auffallend blau-roten Tudor-Gewand darauf auf, dass hier alles seine Richtigkeit hat. Dank unseres vorhin gekauften papiernen Reiseführers mit vielen Informationen über den Tower erfahren wir, dass diese 36 Männer und eine Frau nicht nur einfach Touristenführer sind - obwohl sie heutzutage vornehmlich genau diese Rolle ausüben, sondern dass sie einige Voraussetzungen erfüllen müssen, um ein Yeoman Warder zu werden: Sie müssen mindestens 22 Jahre lang militärischen Dienst geleistet und dabei den höchsten Unteroffiziersrang erreicht haben, es müssen ihnen außerdem Medaillen für langen Dienst und gutes Verhalten verliehen worden sein und sie müssen bei ihrer Ernennung zwischen 40 und 55 Jahre alt sein. Ein erlesenes Trüppchen also!

Als Yeoman Warder kann man auch im Tower wohnen, so zum Beispiel im Beauchamp Tower. Ursprünglich war deren Uniform rot, doch durch die Luftverschmutzung wurden diese teuren Gala-Uniformen mit dem typischen weißen Tudor-Kragen in Mitleidenschaft gezogen, so dass sie heute nur noch bei zeremoniellen Anlässen getragen werden. Die hier gesehene ist die bequemere und unempfindlichere blaue "Alltags-Uniform", aber auch diese ist versehen mit den überall in London auftretenden Initialen "E II R", für "Elisabeth II. Regina", Königin Elisabeth II.

Das wird eine Menge Arbeit machen und Geld kosten, diese Initialen alle auszuwechseln und von Laternenmasten und Zaunpfählen zu kratzen, wenn die mittlerweile 91-Jährige mit 64 Jahren "Berufserfahrung" (und damit derzeit "dienstältestes" Staatsoberhaupt der Welt) mal nicht mehr sein sollte...

Die Yeoman-Warder sind auch diejenigen, die Nacht für Nacht die uralte "Zeremonie der Schlüssel" - das offizielle Verschließen des Towers - durchführen. Doch dazu muss man sich lange vorher anmelden und so lange wollen wir auch gar nicht im Tower bleiben...

 

Endlich - die Kronjuwelen funkeln im Dunkeln...

Nachdem ziemlich genau die eine Stunde angekündigte Wartezeit um ist, gelangen wir ins Innere des Jewels-House. Hier ist aber eigentlich immer noch eine Menschenschlange, nur nicht mehr von außen sichtbar. Wie ein Lindwurm aus Menschenleibern schieben wir uns langsam in verschiedene abgedunkelte Säle vor, die uns mit Dioramen, Lautsprechern, großformatigen Bildern und anderen ähnlichen Arrangements das langlebige britische Empire näher bringen. Fotografieren ist hier leider strengstens verboten und dies wird auch von viel Personal überwacht.

Schließlich gelangen wir durch dreißig bis vierzig Zentimeter dicke Stahltüren in das Allerheiligtum: in langen Vitrinen aufgereiht funkeln im Dämmerlicht die verschiedenen Kronen der unterschiedlichen Herrscher, Rubine, Saphire, Gold und Silber, zu filigranen Ornamenten verarbeitet und in verschwenderischer Fülle reihen sie sich aneinander. Sehr beeindruckend, aber irgendwie auch flüchtig, da man nicht immer die Möglichkeit hat, sich alles in Ruhe anzuschauen. Teilweise ist es Pflicht, auf Rollbahnen an den wertvollen Stücken vorbeizufahren, damit es zu keinem Stau vor den Kostbarkeiten kommt. 

Eine Stunde haben wir gewartet, nach einer knappen halben Stunde sind wir wieder draußen. Mittlerweile ist es kurz nach halb drei Uhr und wir versuchen unser Glück erneut mit der schnöden Bratwurst. Welch ein Kontrast zu vorhin: Kronjuwelen hier - Bratwurst da, aber erstere kann man eben nicht essen...

Nun dauert auch hier die Warterei nicht mehr so lange wie zur Mittagszeit und mampfend überlegen wir, noch in den White Tower zu gehen, die Festung innerhalb der Festung, die dominant und mächtig inmitten der heutigen Burganlage aufragt. Im White Tower befindet sich unter anderem die "Line of Kings" (Linie der Könige), Herrscherfiguren mit zahlreichen Waffen, Rüstungen und ihren lebensgroßen Pferden aus Holz. Doch angesichts einer auch dort zu beobachtenden, wenn auch nicht ganz so langen Menschenschlange, die auf der hölzernen Treppe zum Eingang in den White Tower steht, lassen wir es bleiben. Es ist schon fast halb vier Uhr und wir möchten doch noch mehr von London sehen als "nur" den Tower (obwohl man zugeben muss, dass man hier auch locker einen ganzen Tag verbringen könnte...).

Allmählich wandern wir also Richtung Ausgang und lassen das mittelalterliche London mit seinen aufregenden Geschichten und die Kronjuwelen hinter uns.

 

 

Wir gehen wieder westlich Richtung City, immer an der Themse entlang und kommen auf diesem Weg gegen vier Uhr am Nachmittag an der filigranen Millennium Bridge vorbei, eine Brücke, die - wie ihr Name schon sagt - um die Jahrtausendwende erbaut und im Juni 2000 auch eröffnet wurde. Allerdings musste sie ja schon zwei Tage später für circa zwei Jahre wieder geschlossen werden, wegen erheblicher seitlicher Schwankungen. 

Dann war sie noch einmal im Jahre 2008 für zwei Tage geschlossen, als die Filmaufnahmen für "Harry Potter und der Halbblutprinz" dort entstanden und die Todesser die Brücke (natürlich nur fiktiv) zerstörten. 

Glücklicherweise bleibt uns das heute alles erspart und wir schlendern einmal bis zur Hälfte rüber und wieder zurück und genießen dabei einen herrlichen Blick auf die Kuppel der St. Paul's Cathedral.

"Unter" der Brücke am Ufer gilt es noch einen der seltenen virtuellen Caches zu lösen, bei dem man nur mittels richtiger Beantwortung der vom Owner gestellten Frage(n) loggen darf. Auch das ist bald erledigt und wir schlagen gegen halb fünf Uhr den Weg zur St. Paul's Cathedral ein. Wir gehen allerdings nicht hinein, sondern suchen das nahe gelegene Touristen-Center auf, um hier den schon in Deutschland beantragten National Trust-Pass abzuholen. Im Eifer des Gefechts haben wir in Dover gestern ganz vergessen, ihn dort abzuholen. Aber hier in London ist das ja auch noch gut möglich. Mit diesem 78 € teuren Pass erhoffen wir uns verbilligte Gebühren für Parkplätze und Eintritte bei den Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler, die vom National Trust - einer Art englischer Denkmalschutzorganisation - gehegt und gepflegt werden.

 

 

So langsam tun uns die Füße weh vom vielen Gehen und wir beschließen, mal mit einem der roten, typisch englischen Doppeldeckerbusse zu fahren. Dabei benutzen wir die "ganz normalen" Linienbusse, nicht die Touri-Busse. Wir haben ja unsere bequem einzusetzenden Oyster-Cards. Auch hier gilt das gleiche Prinzip wie an den Bahnhöfen: Karte zu Beginn der Fahrt per Funkkontakt vorne beim Fahrerhaus registrieren lassen, am Ende der Fahrt nochmals und der jeweils niedrigste Tarif wird abgebucht. Wenn man nur kurze Strecken innerhalb einer Tarifzone fährt, muss man am Ende der Fahrt die Karte nicht nochmals zücken. Da gibt es beim Ausstieg gar keine weiteren Kartenautomaten bei diesen Bussen.

Wir entscheiden uns spontan nach Durchsicht der vielen Bushaltestellen an den Straßen für Fahrtziel Trafalgar Square, erstens weil der Platz so bekannt ist und zweitens weil er in der Nähe des Bahnhofs Charing Cross liegt, von dem aus wir später wieder nach Hause zum Womo fahren möchten.

Lange warten müssen wir nicht, viele verschiedene Buslinien fahren den Trafalgar Square an und nur Minuten später stürmen wir im Bus nach oben und dort möglichst weit nach vorne.

Mit der "Tube", der U-Bahn, wollen wir eigentlich gar nicht fahren, da sieht man ja nichts von London.

Um kurz vor fünf Uhr sind wir am Trafalgar Square. Ein wirklich beeindruckender, lebendiger Platz mit der Nelson-Säule, zu Füßen die Bronze-Löwen, mit der Nationalgalerie im Hintergrund und dem Triumphbogen Admirals Arch an der Seite. Auch Big Ben leuchtet im nachmittäglichen Sonnenlicht, in Szene gesetzt mit dem Teleobjektiv.

 

 

Eine knappe halbe Stunde verbringen wir am Trafalgar Square, ehe wir zur nahe gelegenen Northumberland Street aufbrechen.

Eine unsere Fernschreiber-Töchter ist glühender Sherlock Holmes-Fan, vor allem was die Serien und Filme mit Benedict Cumberbatch, dem "neuen" Sherlock Holmes, angeht und sie kennt so ziemlich alle Drehorte in London (und irgendwann müssen wir bestimmt auch nach Cardiff in Wales, wo die Staffeln überwiegend gedreht wurden, auch wenn sie in London spielen sollen).

In besagter Northumberland Street sitzen Sherlock und Watson in einem Pub und knobeln wieder an einem Fall herum. Dieser Pub trägt heute den sinnigen Namen "Sherlock Holmes".

Kurzes Foto-Shooting und weiter geht's um halb sechs Uhr zum Bahnhof Charing Cross.

Bevor wir allerdings von hier aus die Heimfahrt gen Abbey Wood antreten, müssen wir aber noch auf die südliche Golden Jubilee-Bridge, die als Fußgängerbrücke neben der Hungerford-Eisenbahnbrücke verläuft. Von hier aus hat man einen tollen abendlichen Blick auf das London Eye und weiter im Hintergrund auf Big Ben und Westminster Abbey.

Wir laufen über die Brücke ans andere Themse-Ufer und sind kurz vor sechs Uhr am Jubilee Gardens, am kleinen Park unmittelbar am Riesenrad, dem London Eye. Auch hier schauen wir uns noch ein wenig um, doch es wird langsam dämmerig und wir wollen allmählich nach Hause. Nicht gleich am ersten Tag übertreiben! 

 

 

Da wir nun schon am südlichen Themse-Ufer sind, schlägt Herr Fernschreiber vor, von der Waterloo-Station aus zu fahren, dann bräuchten wir nicht noch einmal über die Brücke zurück. Doch dieser Bahnhof wird auch unser persönliches "Waterloo", denn wir finden kein Gleis und keinen Hinweis auf die southeastern-Linie, mit der wir fahren müssen (erst am nächsten Tag werden wir sehen, dass die southeastern nur in Waterloo East hält, einem kleinen Bahnsteig außerhalb des Bahnhofsgebäudes... Kein Wunder, dass wir im Gebäude vergeblich gesucht haben).

Wir stiefeln also wieder über die Golden Jubilee-Brücke zurück auf die andere Themse-Seite zur Charing Cross-Station, fahren von dort um 18.37 Uhr mit der southeastern erst einmal bis zur Station London Bridge, steigen dort um und fahren mit der southeastern weiter nach Abbey Wood, wo wir um 19.23 Uhr ankommen. Auf dem Rückmarsch zum Womo kaufen wir in einem kleinen "Tante Emma-Laden" noch Getränke und sind um viertel vor acht Uhr abends wieder am Womo. 

Ein überaus erlebnisreicher, recht anstrengender, aber auch toller erster Tag in London fordert seinen Tribut, so dass wir uns nur noch zum schnellen Zubereiten eines Nudel-Fertiggerichts aufraffen können. Freuen wir uns auf morgen!

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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