Einmal über die Europabrücke und ab nach Zweibrücken

Do., 20. Oktober 2016, 6. Reisetag / ca. 195 Tageskilometer / von Colmar (Elsass) zurück nach Strasbourg (Elsass), Kehl (Deutschland, Baden-Württemberg) durch die Vogesen nach Zweibrücken (Rheinland-Pfalz), Freizeitpark-Wohnmobilstellplatz (Koordinaten: 49.2534873,7.3762971)

Von Colmar zurück nach Straßburg: jetzt sind die Vogesen links...
Von Colmar zurück nach Straßburg, mit Regenbogen...

Mit Colmar haben wir unseren südlichsten anvisierten Punkt dieses Herbsturlaubes erreicht. Von hier aus sollte es gegen elf Uhr morgens wieder Richtung Norden gehen, das heißt zunächst zurück nach Straßburg, um dann Kurs gen Deutschland zu nehmen. 

Da wir ja nicht nur Womofahrer, sondern auch Geocacher sind (was sich ja auch super vereinbaren lässt...), beschließen wir, von Straßburg aus mal kurz über die Europabrücke über den Rhein auf die andere Uferseite nach Kehl, Deutschland, zu fahren. Uns fehlt noch ein Baden-Württemberg-Länderpunkt für unsere Statistik, die uns auf unserer Geocaching-Profilseite unter anderem zeigt, in welchen Bundesländern und Staaten wir schon Caches gefunden haben.

Um kurz nach zwölf Uhr schon sind wir in Kehl und parken direkt am Rhein in einem Wohngebiet. Herr Fernschreiber hatte sich schon im Vorfeld einen Cache ganz nah an der deutsch-französischen Grenze herausgesucht und legt die 300 m bis zur Dose mal schnell allein zurück, wir drei "Frauen" bleiben im Womo.

So ist uns kurze Zeit später auch der Baden- Württemberg-Länderpunkt mit diesem Logeintrag sicher:

supertwinnies found Bücherwurm

Thursday, 20 October 2016     Baden-Württemberg, Germany       S 332.9 km from your home location

 

** Logtime 12:15 Uhr **

 

Nachdem Familie supertwinnies mit dem Womo 🚐 einige Tage im Elsass weilte, ging es nun heute schon einmal grob in Richtung Heimat.

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen waren wir bisher noch nie in Baden-Würtemberg cachen. Da lag es doch nah, zumindest einmal über den Rhein zu fahren und sich das Bundesland-Souvenir zu holen.

Gesagt, getan.

Der Cache lag unweit unseres Parkplatzes. Der Ort liegt aber wirklich idyllisch und der Cache war problemlos zu finden.

 

Danke für den Cache sagen die

supertwinnies aus Soest, Westfalen

 

Kurz vor halb eins geht's im Anschluss wieder zurück nach Straßburg über die Rheinbrücke (Koordinaten: 48.5698478,7.7865858). Hier bemerken wir, wie sehr die Brücke von französischen Grenzbeamten und Soldaten bewacht und kontrolliert wird, das war vorhin auf deutscher Seite bei der "Ausreise" nicht so augenscheinlich festzustellen. Dann fällt uns ein, dass in Frankreich ja wegen der letzten Terroranschläge immer noch der Ausnahmezustand herrscht, was wir ja auch schon am Straßburger Münster kennengelernt haben. Wir werden allerdings durchgewunken und sind wieder in der Peripherie Straßburgs, wo wir ärgerlicherweise noch ein "Knöllchen" wegen überhöhter Geschwindigkeit (um 7 km/h...) kassieren. Ein teurer Länderpunkt war das... 

Aus zwei Gründen fahren wir wieder nach Frankreich zurück: Zum Einen wollen wir morgen noch weiter Richtung Saarland (warum wohl? Genau! Wegen eines Länderpunktes...), das nordwestlich von uns liegt und das Elsass mit seinen Vogesen quasi als "Abkürzung" dahin dient. Zum Anderen wünscht sich eine der Fernschreibertöchter, sozusagen als Ausgleich für jede Menge Kultur und Fachwerkhäuser, die sie "über sich ergehen lassen musste", einen Shoppingtag im bekannten riesigen Fashion-Outletcenter in Zweibrücken, nahe Pirmasens in Rheinland-Pfalz. Da trifft es sich gut, dass Rheinland-Pfalz und das Saarland Nachbarländer sind und auch der Rest der family einem oder zwei "Blüsken" und "Büxken" mehr in der Garderobe nicht ablehnend gegenübersteht. Das ist gegen Ende des Urlaubs noch mal ein schöner Kontrapunkt.

 

So fahren wir also mitten durch die leider verregneten, aber landschaftlich dennoch reizvollen Vogesen Richtung Deutschland, dessen Grenze wir um genau 14.03 Uhr passieren, mitten auf einer Landstraße, am Ausgang der Westpfalz, die auf französischer Seite eben in die Vogesen übergeht. Eine Viertelstunde später sind wir schon in Zweibrücken auf dem großen Parkplatz des Outlet-Centers (Koordinaten: 49.2307756,7.4032403).

 


Das Wohnmobil ist schnell abgestellt und los geht die Schnäppchenjagd. Zunächst ziehen wir alle vier gemeinsam los, aber schnell stellen wir fest, dass die Geschmäcker und das Shopangebot doch zu unterschiedlich sind, um alle gleichzeitig "unter einen Hut zu kriegen". So gehen Eltern und Töchter für eine Stunde getrennter Wege, um sich danach um sechzehn Uhr gemeinsam zum Essen zu treffen, auch hier irgendwo im Outlet.

Zu unserem Erstaunen stellen wir Eltern nach Ablauf der Zeit fest, dass unsere Ausbeute höher ist als die des shopping-erfahrenen Nachwuchses, doch intensive gegenseitige Beratung und die scheint's zu große Vielfalt an Geschäften verhinderte wohl eine reichere "Beute".

So stärken wir uns erst mal in einem der zahlreichen Restaurants, bevor die Einkaufstour weitergeht, dieses Mal zu dritt, da die andere Fernschreiber-Tochter keine Lust mehr auf "Klamotten" hat und sich lieber mit einem guten Buch ins Womo zurückzieht. Wir anderen drei machen die Läden noch bis zum Geschäftsschluss um neunzehn Uhr unsicher und vollbepackt mit Schuhen und Kleidung stoßen wir schließlich wieder zum Womo und zur geduldig wartenden Tochter.

 

Promobil-App des Stellplatzes in Zweibrücken
Promobil-App des Stellplatzes in Zweibrücken

Jetzt heißt es "nur" noch, ein Plätzchen für die Nacht zu finden. Hier stehenbleiben wollen wir nicht, der Parkplatz leert sich zusehends und das Übernachten ist auch nicht erlaubt. Die promobil-App wirft uns in circa fünf Kilometer Entfernung einen Stellplatz aus, der direkt in Zweibrücken liegt. Leider fängt es wieder an zu regnen, es ist dunkel und wegen einer Baustelle ist eine Umleitung eingerichtet, mit der unser Navi erstmal nicht zurechtkommt. Aber schließlich erreichen wir den fast leeren, neuen, aber kaum ausgeschilderten Stellplatz doch noch irgendwie und stehen vor einer geschlossenen Schranke. Im strömenden Regen laufen wir Eltern zum nahegelegenen, irgendwo hinter Regenschleiern kaum sichtbaren Wirtshaus, um uns dort für 12 € plus 0,60 € Strom pro kWh anzumelden.

Wieder zurück am Womo und per Gegensprechanlage wird uns nun die Schranke zum Stellplatz geöffnet. Eine etwas "schwierige Geburt" am Abend...

Doch beim Anblick des (eigentlich von uns nicht benötigten) Sanitärgebäudes staunen wir nicht schlecht: super sauber, warm beheizt und modern strahlen uns dort mehrere Duschen und Familienbäder entgegen, von Toiletten ganz zu schweigen. Auch Waschmaschine, Trockner und Spülbereich sind vorhanden, Komfort wie auf einem Campingplatz! Dafür sind 12 € nun wirklich nicht zuviel, schade nur, dass man meist nicht lange genug bleibt, um dies alles auch nutzen zu können. 

Wir lassen den Tag also ruhig und in Gesellschaft von nur zwei weiteren Wohnmobilen ausklingen.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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