Ein Wochenende im Zeichen Sherlock Holmes

Sa., 8. Oktober 2016 / 1. Reisetag / von Soest nach Köln-Dellbrück / 132 Tageskilometer / "Stellplatz am Kombibad", Köln-Paffrath (Koordinaten: 50.9991097,7.0903434)

FOUND!
FOUND... Beim Multi "SHERLOCK - Skandal im Mielenforst"

Sherlock Holmes? Ein ganzes Wochenende lang? Wie das?

Das passiert, wenn man versucht, die Hobbys von Eltern und Teenager - zumindest noch für kurze Zeit - "übereinander" zu legen, um das ein oder andere gemeinsame Erlebnis zu schaffen.

Wir Eltern cachen und rätseln gerne und sind dafür draußen in der Natur, eine der Fernschreiber-Töchter ist glühender Fan von Sherlock Holmes, aber nur in Verkörperung von Benedict Cumberbatch.

Wenn man versucht, das Eine mit dem Anderen zu verbinden, kommen gleich zwei großartige Caches - ein Multi und ein äußerst technikreicher und raffinierter Wherigo rund um die "moderne" Variante von Sherlock und Watson, kreiert von ein- und demselben Owner - dabei heraus! Dafür müssen wir zwar bis nach Köln fahren, aber wozu haben wir schließlich unser Womo?

Vorbereitungen...


Der Herbstferienauftakt mit dem heutigen Wochenende scheint uns da eine sehr passende Gelegenheit zu sein und flugs ist der noch freie 17:00 Uhr-Termin im Listing-Kalender des Caches eingetragen und damit die Startzeit reserviert. Wir wollen allerdings schon ein wenig früher losziehen, da kommen wir bestimmt dem vorherigen Team auch nicht in die Quere...

Da der Wherigo in nur wenigen Kilometern Entfernung spielt, bereiten wir noch zu Hause auch hierfür alles vor, laden die Cartridge und alle notwendigen Dateien auf die Handys und suchen die technische Ausrüstung wie Radio, Kopfhörer, jede Menge Batterien und Ersatzakkus für die Smartphones zusammen. Auch Maßband, 1,5 l Wasser und Zirkel finden den Weg ins Womo. Na, das kann ja was geben!

So "schnöde" Sachen wie Proviant, Kleidung, Wasch- und Bettzeug dürfen natürlich nicht fehlen und dann heißt es endlich: ab auf die Autobahn Richtung Köln.

 

Mit detektivischem Spürsinn dem "Skandal im Mielenforst auf der Spur"


An den Startkoordinaten in Dellbrück angekommen, stellen wir fest, dass der Owner hier eine wirklich passende Umgebung zum Multi ausgesucht hat. So vermischen sich Realität und virtuelle Geschichte schon zu Beginn, als wir am Gut Mielenforst, einem ehemaligen Rittersitz, vorbeilaufen. Etwas mondän und geheimnisvoll zurückgezogen ist diese Parkanlage nun im Privatbesitz, was gut in die fiktive Story eingebaut werden kann: Hier wohnt Irene Adler, die kompromitterende Fotos auf ihrem Handy hat, die Sherlock und Watson zurückbringen sollen, wie es im Auszug der Cachebeschreibung zu lesen ist:


"Die Adelsfamilie aus dem Gut Mielenforst hat ein großes Problem. Bald steht eine große Hochzeit an, doch der Bräutigam Konrad von Mielenforst befürchtet, dass seine frühere Liebhaberin private Fotos veröffentlicht, die ihn entblößen könnten. Diese Liebhaberin ist Irene Adler und eine sogenannte Domina, eine Frau, die nicht mit sich spaßen lässt. Die ganze Sache soll natürlich nicht an die Öffentlichkeit gelangen, und somit werden Sherlock Holmes und sein Assistent John Watson gefordert und sollen diese besagten Fotos wiederbeschaffen.


Bevor es losgeht checkt ein echter Sherlock natürlich seine Ausrüstung:

- Watson dabei? Alleine macht es doch nur halb so viel Spaß ;-)
- Smartphone mit QR-Code Reader und jede Menge mobilem Internet (insgesamt min. 24 mb)
- Zettel und Stift
- Ausdruck der Karte von London
- festes Schuhwerk für ca. 5km
- Zeit für ca. zwei Stunden Ermittlungen"


Schon bald beginnt also unsere "Ermittlerjagd" rund um das Gut und wir haben jede Menge Spaß dabei, manchmal rauchen aber auch ganz schön die Köpfe...


Schließlich kommen wir um kurz nach sechs Uhr abends am Final an. Auch hier erwartet uns noch eine kleine Herausforderung, bis wir letztlich glücklich und zufrieden im Logbuch stehen und die letzten Informationen für den Bonuscache in der Nähe sammeln.

Abends im Womo erfolgt dann der Logeintrag im Internet:


supertwinnies found SHERLOCK - Ein Skandal im Mielenforst

Saturday, 08 October 2016    Nordrhein-Westfalen, Germany       SW 97.6 km from your home location

 

** Log-Time 18.18 Uhr **

 

Erstes Wochenende der Herbstferien - heute sollte es sein: Die Fahrt mit unserem Womo 🚙 Richtung Köln, um uns den Sherlock Caches zu widmen. 👥

Da eine unserer jugendlichen Töchter bekennende, ja fast schon fanatische Sherlockanhängerin ist und alle Serien und Filme kennt 😘, war schon lange klar, dass wir mal hierhin fahren müssen.

 

Also starteten wir als vierköpfige family nach Kalendereintrag bei schönem, trockenem Herbstwetter gegen halb vier erwartungsvoll an den Parkkoordinaten, wo wir auch mit unserem Womo gut stehen konnten, um mit (hoffentlich korrektem Spürsinn) die "kompromittierenden" Fotos 📷😲 aus den Fängen Irene Adlers zu befreien. 😊

 

Die ersten zwei Stationen gingen zügig vonstatten und machen ja auch immer viel Spaß mit den heutigen technischen Möglichkeiten... 😃🎥📲, die wir während dieses klasse Multis ein paarmal genießen durften. 👍.

Station 3 war zwar recht schnell entschlüsselt, wir mussten aber hier in der Umgebung etwas länger suchen, bis unsere "Sherlock"-Tochter mit sicherem detektivischen Spürsinn ganz ohne Garmin oder Handy etwas "Verdächtiges" im ungefähren Zielgebiet ausmachte, während wir Eltern noch an der Station standen... 😄 O-Ton Tochter: "Hier ist der Boden etwas dunkler und es könnte so was wie ein Weg sein..." Sherlock lässt grüßen... 😀

 

Danach ging alles wieder flott von der Hand und die sehr einfalls- und abwechslungsreich gemachten folgenden Stationen waren gut zu finden und zu entschlüsseln.

 

Höhepunkt war für uns Station 8 (super gemacht! 👀👂), in der Idee und Umsetzung auf mehrere Art und hier schwelgten wir einmal mehr in den Sphären des Meisterdetektivs und seines Gehilfen. Manche Antworten wusste Cachertochter schon fast ohne Filmsequenz... 😉

 

War der gesamt Multi schon auf recht hohem Niveau, so erwies sich das große Final dem überaus angemessen und würdig.👏

Froh und auch ein wenig stolz, Sherlock und Watson keine Pleite in ihren Ermittlungen erlebt haben zu lassen, nahmen wir auch diese letzte Hürde...folgten genau den Anweisungen... doch ans begehrte letzliche Ziel - das Logbuch - kamen wir trotzdem nicht. 😣 Also kontaktierten wir sicherheitshalber den Owner über die Notfallnummer, der uns umgehend bestätigte, alles richtig gemacht zu haben und uns ermunterte, ein kleiner wenig "beherzter" zu werden. Nur Sekunden später war es geschafft! Yeaah!! 😀

 

Nach Inspektion des vielfältigen Inhalts, Logbucheintrag und Notizen zum Bonus ging es nun im Anschluss noch genau da hin... 😎🏃

 

Für dieses Ferienauftakt-Highlight ist es natürlich selbstverständlich, dass wir hier ein blaues Schleifchen hinterlassen ➰ und grüßen herzlichst aus Soest.

 

supertwinnies

 

in: TB-Stamp zum Discovern

out: -

Promobil-App
Promobil-App

Nach diesem kurzweiligen Outdoor-Abenteuer, bei dem die Zeit wie im Flug vergangen ist, und dem "Einsacken" des Bonuscaches auf dem Rückweg zum Womo schauen wir uns für die Nacht nach einem Stellplatz in der Nähe um. Fündig werden wir in circa sechs Kilometern Entfernung auf dem kostenfreien Stellplatz in Köln-Paffrath, am Parkplatz eines Schwimmbades. 

Etwa eine Viertelstunde Fahrzeit später kommen wir dort an, sehen den Platz und stehen unmittelbar davor - mittlerweile schon in der Dämmerung - , kommen aber nicht ans endgültige Ziel, weil bewusst gelegte Felsbrocken die Zufahrt zum Stellplatz vom Parkplatz aus versperren. Dies soll wohl verhindern, dass Wohnmobile während des Schwimmbetriebes über den Parkplatz juckeln... Dann hätte man aber auch besser ausschildern können!

Ein netter Ortskundiger auf dem Parkplatz erkennt unsere Situation und erklärt uns den Riesenumweg von zwei bis drei Kilometern für die letzten zehn Meter zum Übernachtungsort, der uns von der parkplatzabgewandten Seite durch ein kleines Wäldchen zum Stellplatz führt.

Na ja, nun sind wir da und finden noch ein freies Plätzchen zwischen einigen Reisemobilen. Hier stehen wir ohne Strom, aber das macht ja nichts, dafür ist es hier kostenfrei. Zum Abendessen gibt's verschiedene Variationen von Nudeln, Fertiggericht lässt grüßen, geht aber auch mal für einen Tag, da wir keine Lust mehr haben, uns im Dunkeln auf nähere oder weitere Wege zu irgendwelchen Lokalen oder ähnlichem zu begeben.

Nach dem Essen schauen wir mal im Listing des Sherlock-Wherigos vorbei und sehen, dass der 12 Uhr-Termin für morgen tatsächlich immer noch frei ist. Wir überlegen kurz, kommen überein, dass wir alle noch Spaß an dem Wherigo hätten und melden uns an. Und während Frau Fernschreiberin den Online-Log für den heutigen Multi schreibt, unterhält sich die restliche Familie mit einer DVD im Fernseher...

Freuen wir uns auf morgen!

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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