Schwedische Luft schnuppern

So., 24. Juli 2016, 2. Reisetag / ca. 420 Tageskilometer / von Oeversee/Frörup (Schleswig-Holstein) nach Landskrona (Provinz Skåne),
Campingplatz "Mötesplats Borstahusen", Koordinaten: 55.9040174,12.8056977

Die Mautstelle der Storebælt-Brücke kündigt sich an
Die Mautstelle der Storebælt-Brücke kündigt sich an

Nach dem perfekten Brötchenservice erfolgt das Frühstück bei strahlendem Sonnenschein draußen und gegen halb elf nehmen wir die zweite Etappe in Angriff. Wir verabschieden uns von Wolfgang, tanken noch einmal ganz in der Nähe des Stellplatzes in Deutschland voll und überqueren exakt um 11:06 Uhr die dänische Grenze, die durch etliche Grenzbeamte gesichert wird, wir aber problemlos durchgewunken werden.

Natürlich müssen wir uns als passionierte Geocacher auch den begehrten Länderpunkt für Dänemark holen, so dass wir an zwei Rastplätzen kurz Halt machen, um uns auch hier die Caches zu schnappen und unseren Eintrag zu hinterlassen.

Gegen halb zwei Uhr passieren wir die erste große Brücke, die 18 km lange Storebælt-Brücke über den großen Belt, die Ost- und Westdänemark miteinander verbindet und kommen dank unseres zuvor im Internet bestellten Funksenders "BroBizz", der an der Windschutzscheibe angebracht ist, ohne Bargeld und problemlos durch die Mautstelle am östlichen Ende der Brücke. Die Mautgebühr wird dann von unserer Kreditkarte abgezogen.

Kurz vor halb vier Uhr erreichen wir Kopenhagen. Eigentlich hatten wir vor, uns die Hauptstadt Dänemarks anzuschauen und eine Nacht hier irgendwo zu bleiben, doch im Grunde zieht es uns weiter in Richtung Schweden, zu unserem eigentlichen Ziel, und nehmen uns vor, auf dem Rückweg in Kopenhagen Halt zu machen. 

So überqueren wir nur Minuten später die knapp acht Kilometer lange Öresundbrücke, die Kopenhagen und Malmö verbindet und sind um 15:35 Uhr mitten auf der Brücke "plötzlich" in Schweden, hier gänzlich ohne Grenzkontrollen, auch hinter der Brücke nicht. Beide Brücken sind echt beeindruckende Bauwerke und bieten zum Teil spektakuläre Sicht auf die See.

Der Funkempfänger "BroBizz"
Der Funkempfänger "BroBizz"

Dank des nur streichholzschachtelgroßen Funkempfängers "BroBizz" piepst es circa 50 m vor der Mautstelle nur einmal kurz im Womo und schon liegt auch diese Mautstelle hinter uns.

Viereinhalb Stunden sind wir gerade mal in Dänemark, bevor wir in Malmö schwedischen Boden erreichen. Das hätten wir uns irgendwie länger vorgestellt und wird diesem schönen Land auch sicherlich nicht gerecht. Aber für dieses Jahr wollen wir eben lieber nach Schweden...

 

Ungefähr um halb fünf Uhr am Nachmittag erreichen wir nach circa einer Stunde oder 50 km Fahrt hinter Malmö und insgesamt ungefähr 420 Tageskilometern Landskrona, wo wir auf dem Campingplatz "Mötesplats Borstahusen" für heute Schluss machen und uns für zwei Nächte zur "Akklimatisierung" einbuchen.

Der Campingplatz ist ziemlich groß, besitzt einen angrenzenden Golfplatz und einen super gestalteten Minigolfplatz, liegt nach Durchquerung eines kleinen Kieferwäldchens direkt am Wasser und ist daher auch recht teuer: 450 Kronen - circa 47,50 Euro - lassen wir uns den Auftakt in Schweden pro Nacht kosten.

Am frühen Abend erkunden wir den Campingplatz, schlendern natürlich zum Strand und genießen das schöne Wetter. Ein circa hundert Meter langer Steg, der mitten ins Meer führt, lädt zum Besuch ein und die Töchter springen im Anschluss noch ins Wasser, bevor es zum Bratkartoffelessen wieder zurück zum Womo geht. Entspannt geht dieser erste Abend in Schweden langsam zu Ende.

 

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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