Bremen-"Sightseeing" und abends im GOP "Clowns Company"

Do., 24. März 2016, 3. Reisetag / null Tageskilometer mit Womo / Bremen City, Stellplatz "Am Kuhhirten"

Auf zur Bremen-Erkundung!
Auf zur Bremen-Erkundung!
Geocache "An der Weser" unweit des Stellplatzes
Geocache "An der Weser" unweit des Stellplatzes

Der Tag beginnt wettermäßig recht trüb und stellenweise mit leichtem Nieselregen. Wir lassen uns daher Zeit mit "dem Wachwerden" und noch mehr Zeit mit dem Frühstück und seinen Vorbereitungen.

Mittlerweile sind ein paar Wohnmobile mehr angereist, kein Wunder, morgen ist Karfreitag und damit beginnt das lange Osterwochenende. Nur schade, dass Ostern und damit auch die Ferien dieses Jahr so früh liegen, da sind die Tage noch so kurz und oft so kalt...


Bevor wir uns zu Fuß in Richtung Stadt aufmachen, steuert Herr Fernschreiber zunächst ganz in der Nähe des Stellplatzes in einer Kleingartenanlage einen Geocache an, den er auf der Offline-Geocaching-Karte ausfindig gemacht hat und der natürlich von uns besucht werden will. Es ist sogar eine recht große Dose mit verschiedenen Trackables, "reisenden" Gegenständen, die real und virtuell von Cache zu Cache wandern. Wir hinterlassen unseren Log-Eintrag im Buch, notieren die TB-Nummern der Trackables, um sie später im Internet weiterverfolgen zu können und nehmen einen TB mit auf die Reise in den nächsten Cache. Mal sehen, wo wir ihn wieder aussetzen werden.

Dies ist der erste von heutigen vier Caches, die wir in der Umgebung der Innenstadt heben werden.

supertwinnies found An der Weser

Thursday, 24 March 2016      Bremen, Germany      N 174.7 km from your home location

 

** Log-Time 12.00 Uhr **

 

Osterurlaub in Bremen und an der Nordseeküste mit unserem Womo...

 

Bis wir am Abend in der GOP-Vorstellung eine phantastische Show zu sehen bekamen, besuchten wir tagsüber natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bremens und nebenbei wurden auch ein paar Dosen gesucht und gefunden, so auch diese hier.

 

Im leichten Nieselregen machten wir uns vom nahe gelegenen Stellplatz zum Café Sand auf, um von dort mit der Fähre auf die andere Seite der Weser überzusetzen. Der kleine Schlenker zum Cache zeigte uns zuvor die Kleingärtenanlagen, bevor der Zugriff schnell erfolgte.

 

Vielen Dank fürs Herführen und Grüße aus Soest, NRW, sagen die

 

supertwinnies

Karte von google Maps
Karte von google Maps

Nach diesem schönen (Cache-) Auftakt des Tages wollen wir weiter in die Altstadt Bremens und lassen uns natürlich auch nicht vom durchwachsenen Wetter von einer Sightseeing-Tour abbringen.

 

Wir möchten zu Fuß ins Zentrum und setzen deswegen am "Café Sand" mit der kleinen Sielwallfähre für Fußgänger und Radfahrer über die Weser, um am nördlichen Ufer entlang in die Stadt zu laufen. Auf dieser Seite der Weser befindet sich die eigentliche City mit dem alten Schnoorviertel, dem Rathaus, Roland, den Bremer Stadtmusikanten, der Böttcherstraße und dort ist auch die Schlachte, die bekannte Uferpromenade an der Weser.

Außerdem bedeutet die Fahrt mit der Fähre eine kleine Abwechslung und wir sitzen für ein paar Minuten im Trockenen, denn just fängt es an zu regnen, als die Fähre am Südufer anlegt und wir einsteigen sollen.

Heute Abend - nach der Show - wollen wir uns eine Taxifahrt zurück zum Stellplatz gönnen, da es dann doch später sein wird und wir den ganzen Tag schon "auf den Beinen" gewesen sein werden.

Es dauert noch nicht einmal eine Viertelstunde zu Fuß vom Fähranleger bis zum Schnoor-Viertel, das wir eine ganze Zeitlang kreuz und quer durchlaufen.

Wirklich malerisch, dieses älteste Stückchen Bremen, dessen Häuser in den engen, verwinkelten Gassen wie an einer Schnur ("Schnoor") aufgereiht sind und seinen Namen nach der längsten Straße dort hat.

 

Viele kleine Geschäfte, die Souvenirs anbieten, wechseln sich mit Galerien, kleinen Museen und  Kunsthandwerksbetrieben ab, die ihre Waren alle mehr oder weniger attraktiv feilbieten, viele auch draußen vor den Schaufenstern, da das Schnoor-Viertel wegen der Enge der Gassen automatisch zur autofreien Zone wird und man als Fußgänger ganz entspannt umhergehen und schauen kann.

"Eingang" zum Schnoor-Viertel...
"Eingang" zum Schnoor-Viertel...
... und Hinweistafel dazu
... und Hinweistafel dazu

 

Auch sehr viele und vielfältige Restaurants sind natürlich hier, doch wir verspüren noch keinen großen Hunger, wir wollen erst mal noch ein wenig weiterlaufen.

 

 

Gegen halb zwei Uhr schlendern wir weiter Richtung Bremen Mitte, wo uns in der Umgebung des beeindruckenden Marktplatzes die weltberühmten Bremer Stadtmusikanten, der Roland und das Rathaus erwarten.

Beim "Roland" betrachten auch wir dessen ungewöhnlich spitze Knie, die dem Maß der "Bremer Elle", genau 55,372 cm, entsprechen sollen.

 

 

Wir gehen weiter in Richtung der etwa einhundert Meter langen berühmten Böttcherstraße, verweilen (gar nicht faul...) beim Haus der Sieben Faulen und beim Glockenspiel und betrachten die bekannten Häuserkulissen, die mittlerweile unter Denkmalschutz stehen.

 

 

Mittlerweile ist es kurz nach vier Uhr und wir gelangen an den Martini-Anleger an der Schlachte, der Weserpromenade in Bremen.

Hier erwartet uns ein besonderer, da sehr selten gewordener Geocache: der Webcam-Cache. Hierbei machen es sich Geocacher zunutze, dass an öffentlichen Gebäuden manches Mal Webcams angebracht sind, die live das Geschehen an einem (meist touristisch) besonders interessanten Ort im Internet wiedergeben. So ein Cache kann dann geloggt werden, wenn man sich als Geocacher im Bereich der Kamera aufstellt, die entsprechende Internetseite der Webcam im Netz sucht und aufruft, von sich ein Foto aufnehmen und speichern lässt und dies auf der Geocaching-Plattform (meist geocaching.com) hochlädt.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

 

Webcam-Foto vom Dach eines Hauses an der Weserpromenade "Schlachte" mit uns, den "supertwinnies", wie wir auf geocaching.com heißen, links unten
Webcam-Foto vom Dach eines Hauses an der Weserpromenade "Schlachte" mit uns, den "supertwinnies", wie wir auf geocaching.com heißen, links unten

supertwinnies took a webcam photo at Webcam Cache Schlachte

Thursday, 24 March 2016     Bremen, Germany    N 175.3 km from your home location

 

** "Log"-Time 16.21 Uhr **

 

Osterurlaub in Bremen und an der Nordseeküste mit unserem Womo...

 

Bis wir am Abend in der GOP-Vorstellung eine phantastische Show zu sehen bekamen, besuchten wir tagsüber natürlich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bremens und nebenbei wurden auch ein paar Dosen gesucht und gefunden. Natürlich konnten wir uns diese selten gewordenen Cache-Sorte des Webcam-Caches nicht entgehen lassen.

 

Also stellten wir uns alle vier "in Position" und Web-Seite aufrufen und in die Kamera winken war quasi eins.

 

Vielen Dank fürs Herführen an die Schlachte und Grüße aus Soest, NRW sagen die

 

supertwinnies

Pannekoekschip Admiral Nelson an der Schlachte in Bremen
Pannekoekschip Admiral Nelson an der Schlachte in Bremen

Im Hintergrund des Webcam-Fotos sieht man den alten Dreimaster, das "Pannekoekschip Admiral Nelson", in dessen Richtung wir natürlich auch gehen.

Das ist ein originalgetreuer Nachbau einer Fregatte, die unter Admiral Horatio Nelson segelte, hier aber als Restaurant fungiert, in dem man vor allem verschiedene Pfannkuchen essen kann, wie der Name schon sagt. Wir sind dort aber nicht eingekehrt, sondern wir entdecken auf google Maps ein "Vapiano", eine Restaurantkette, die wir schon in einigen Städten besucht haben. Dort wird vor den Augen der (meist zahlreichen) Gäste das Essen, meist Pizza und Pasta, frisch zubereitet, was dementsprechend schon mal etwas länger dauern kann. Es liegt zwar etwas aus der Richtung, doch bis zum GOP am Abend haben wir noch etwas Zeit und wir machen uns auf dahin. Gegen halb sechs Uhr ergattern wir noch recht leicht ein Plätzchen und lassen es uns mit italienischen Spezialitäten gutgehen, damit wir nicht hungrig in der GOP-Vorstellung ankommen.

Im Vapiano...
Im Vapiano...
... gibt's leckeres, frisches Essen
... gibt's leckeres, frisches Essen

Ein Essen dort im Varieté - kurz vor der Vorstellung im Zuschauersaal serviert - haben wir nämlich seinerzeit nicht mitgebucht, da wir lieber unabhängig vom GOP dort etwas essen wollen, wo es uns gefällt.

 

Nach dem Essen machen wir uns langsam auf in Richtung GOP, wieder an der Weser entlang. Natürlich hatten wir schon Tage zuvor geschaut, wo in Bremen sich das Varieté-Theater überhaupt befindet und wussten mithin, dass es auch nicht weit von der Altstadt entfernt liegt und deswegen fußläufig ganz gut zu erreichen ist.

Trotzdem sind wir recht froh, wenn wir bald im Theater sind, denn der "Tag auf den Beinen" lässt diese doch allmählich etwas schlapp werden.


 

Was ist das GOP-Varieté überhaupt?

 

Eine der in verschiedenen deutschen Städten spielenden unterschiedlichen Shows sahen die Fernschreiber-Eltern schon vor einigen Jahren und waren begeistert. Es ist eine rasante Mixtur aus Akrobatik und Show vom Feinsten. Man staunt nur so über das eigentlich Unmögliche, das manche Menschen mit ihrem Körper so anstellen können.

Nun sind die Töchter so groß, dass auch ihnen diese Vorstellung gut gefallen könnte, zumal sie mit Akrobatik auch in ihrer Freizeit zu tun haben, da sie seit Jahren im sehr erfolgreichen Zirkusprojekt bei uns zu Hause mitmachen und schon einige Vorstellungen absolvierten. Natürlich ist das Niveau und Können bei den Profis des GOP um Klassen höher, keine Frage. Aber wenn man selbst akrobatische Einlagen wie Trapez, Jonglage, Einrad, Drahtseil und dergleichen mehr jahrelang einstudiert, hat man sicher ein noch besseres Gespür dafür, was die Künstler in der GOP-Show leisten, als jemand, der noch nie versucht hat, einmal auf einem Einrad zu fahren oder auf einem Gymnastikball zu jonglieren.

Heute Abend soll es die GOP-Show "Clowns Company" sein, auf die wir uns alle vier freuen und dessen Trailer man sich auf YouTube ansehen kann, da Fotos während der Vorstellung nicht erlaubt sind.

 

Um viertel vor sieben Uhr - es dämmert schon langsam - sind wir am Theater, das direkt an der Weser liegt. Das ist recht früh - die Vorstellung beginnt um zwanzig Uhr - , aber wir hatten keine Lust mehr, nach stundenlanger Lauferei und Besichtigungen noch länger nach dem Essen in der Dämmerung und kühlen Witterung in der Stadt umherzulaufen, setzen uns nun gemütlich in die Lounge und gönnen uns in Ruhe (alkoholfreie) Cocktails, um uns auf den Abend einzustimmen.

Die Sache mit dem Taxi ist auch schon geklärt: an der Rezeption des Varietés erklärt man sich freundlicherweise und sehr kundenorientiert bereit, uns kurz vor Beendigung der Show ein Taxi zu bestellen, so dass wir uns um nichts kümmern müssen. Hach, wie bequem!

 

 

Nach einer wirklich abwechslungsreichen, atemberaubenden und äußerst kurzweiligen Show, während der man auch immer wieder mit Getränken am gebuchten Tisch versorgt wird, wenn man möchte, treten wir hinaus in eine mittlerweile sehr kühl gewordene Nacht und siehe da: das Taxi wartet schon auf uns! Perfekt!

In wenigen Minuten sind wir wieder am Stellplatz und trotz der bis dorthin nicht übermäßig langen Strecke froh, den Weg nicht noch zu Fuß zurückgelegt haben zu müssen. Wir hätten theoretisch heute auch mit unseren Rädern fahren können, doch während einer Stadtbesichtigung sind sie erstens ein bisschen umständlich und wir wollten zweitens nicht so gerne abends im Dunklen, in recht unbekannter Gegend und Kälte, eventuell im Regen zurückfahren. Da sind wir heute doch ein wenig bequem. 

Glücklich und zufrieden nach einem langen Tag in Bremen und einem tollen Abend im GOP-Varieté sinken wir in unsere wohlig warmen Womo-Betten.

Morgen soll es nochmal für drei Tage zurück an die Nordseeküste gehen.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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