"Eiskalte Aussichten" am Wattenmeer

Mi., 23. März 2016, 2. Reisetag / circa 75 Tageskilometer / von Nordenham (Stellplatz Volkers) nach Bremen (Stellplatz "Zum Kuhhirten"), Koordinaten: 53.0703313,8.8039926

Stellplatz Volkers in Nordenham, Landkreis Wesermersch
Stellplatz Volkers in Nordenham, Landkreis Wesermersch

Am Morgen nach dem Aufstehen sehen wir erstmal, wie schön (einsam) es hier ist. Wir haben ja ehrlicherweise noch nicht viele Vergleichsmöglichkeiten, was Stellplätze angeht, aber der hier scheint ein Glücksfall zu sein und gefällt uns ausgesprochen gut! Die geschotterten Plätze sind mit liegenden Baumstämmen voneinander abgegrenzt und es ist alles sehr liebevoll hergerichtet und österlich dekoriert. Es gibt sogar einen Holzpavillon mit gemütlichen Sesseln und einem Tisch darin, in dem man sich mit mehreren zusammensetzen kann, auch hier ist alles sauber und nett hergerichtet und außen steht ein Grill für kulinarische Gaumenfreuden bereit. Alles perfekt!

Sogar ein Sanitärgebäude ähnlich wie auf einem Campingplatz ist vorhanden, neben WC, Dusche, Waschbecken auch Waschmaschine und Trockner. Alles, was das Herz begehrt und alles blitzblank! Und das für 8 €, Strom und Wasser kommen allerdings noch mit je 0,50 € pro kWh und 50 l Wasser und Dusche 1 €/4min hinzu. Aber für das Angebot ein super Preis, wie wir finden.

Bezahlt wird unkomplizierterweise per Anmeldeschein und Geldbetrag in einem Briefkasten um die Ecke vom "Schiethus", wie das Sanitärgebäude uns über der Tür begrüßt.

Sogar einen kleinen Spielplatz für die "Lütten" gibt es, inklusive Wipptier, was unsere beiden "Kleinen" unter großem Gelächter erst mal ausprobieren. Ein wenig "zusammenfalten" und schon klappt's!


Aufnahme von google Maps
Aufnahme von google Maps

Gegen halb zwölf Uhr wollen wir die Gegend ein wenig erkunden und unternehmen einen Spaziergang über den Deich zum gelben Signalmast auf der Halbinsel Langlütjen (Koordinaten: 53.557013,8.5150486). Der Wind bläst uns kräftig um die Ohren und wir sind recht dankbar für wärmende Mützen und Schals. Doch das Wetter ist ansonsten klasse: Sonnenschein und toller Fernblick nach Bremerhaven, quer über die Weser, die hier ins Wattenmeer mündet.

An dem gelben Masten gibt es auch einen Cache, nach dem wir ziemlich lange suchen, ihn aber leider nicht finden. Wir kraxeln an, auf und unter der Treppe her, holen uns fast nasse Füsse bei wieder steigender Flut, doch wir werden nicht fündig. Nun gut, die Aussicht und das Wetter entschädigen uns auf jeden Fall und dank dieses Caches, ob gefunden oder nicht, sind wir ja erst hierher gewandert. So führt einen das Hobby Geocaching einmal mehr an Orte, die man sonst nie entdeckt oder angesteuert hätte.

 

Nach diesem windigen und interessanten Spaziergang über den Deich und durch die Wattwiesen sind wir um kurz vor ein Uhr wieder am Womo. Mittlerweile sind wir praktisch alleine hier; nur ein einziges anderes Wohnmobil steht noch auf der anderen Seite des Platzes, näher am Waschhaus.

Jetzt kommen zur Mittagszeit ein warmer Tee und ein gutes Buch gerade recht, um uns noch ein wenig zu entspannen, bevor es zur tollen Ver- und Entsorgungsanlage auf dem Stellplatz geht und wir uns im Anschluss wieder etwas südlicher in Richtung Bremen in Bewegung setzen.

 

 

Um halb drei Uhr starten wir zum Stellplatz "Am Kuhhirten", ziemlich im Zentrum von Bremen, wo wir ein paar Wochen zuvor sicherheitshalber für zwei Nächte reserviert haben.

Wir kommen nach ruhiger Fahrt gegen vier Uhr an, richten das Womo aus und wir uns ein. Noch ist der Stellplatz an diesem Mittwoch vor dem Osterwochenende um diese Zeit recht leer, aber da wir reserviert hatten, wird uns unser Platz zugewiesen, wir können ihn uns nicht selbst aussuchen. Wegen des Wetters ist der Platz insgesamt etwas schlammig und es beginnt ein ständiger Wechsel am Fuß von Gartenclocks für außen und Hausschuhe für innen, wenn man das Womo mal für kurze Zeit verlässt, um zum Beispiel zum Kiosk oder zum Waschhaus zu gehen. Na ja, so "hat man immer 'was zu tun...".

 

 

Nachdem wir uns in der näheren Umgebung ein wenig umgeschaut haben, brechen wir gegen halb sieben Uhr zum Essen auf: im fußläufig zu erreichenden Restaurant "Der Kuhhirte" ist für einen "normalen" Mittwochabend schon einiges los und die Mahlzeiten gut, da profitiert das Restaurant auch sicherlich zur Nähe des großen Stellplatzes, auf dem 70 Reisemobile Platz haben.

Gut gesättigt marschieren wir den kurzen Weg um kurz nach acht Uhr wieder zum Womo zurück und lassen den Abend mit DVD-Schauen ausklingen. Morgen wollen wir Bremen erkunden und abends ins GOP.

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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