Letzter Tag wie immer: Heimreise nach Soest

Do., 13. Oktober 2022, 9. Reisetag / 652 Tageskilometer / von Usedom, Stellplatz Ahlbeck nach Soest 

Tschüss Usedom! Tschüss Ostsee!
Tschüss Usedom! Tschüss Ostsee!

Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Autofahrens. Über 650 Kilometer wollen zurückgelegt werden. Ist doch ganz schön weit weg von unserem Zuhause, Rügen und Usedom. In Richtung Süden die gleiche Strecke, wären wir schon irgendwo in Österreich oder der Schweiz. Aber hier im Nordosten war es auch sehr schön!

 

Um Viertel vor zehn Uhr verlassen wir den Stellplatz in Ahlbeck ohne Frühstück, aber mit Tee und Kaffee in Thermoskannen, um uns nur wenige 100m weiter bei Rewe und seinem Bäcker dort mit Proviant für die Rückfahrt einzudecken. Eine Viertelstunde später sind wir dann bei kühlen 8° Celsius und Sonne endgültig auf der Heimfahrt Richtung Südwesten. 

Die interessantesten landschaftlichen Ein- und Ausblicke haben wir eigentlich noch direkt auf der Insel im Übergang zum Festland bei Anklam: Kilometerweit säumen zunächst turmhohe Kiefernwälder die Straßen. Da bewahrheitet sich, dass Usedom die waldreichste Ostseeinsel Deutschlands ist.

 

Vorbei am Anklamer Moor


Schließlich führt uns unser Weg an riesige Wasserflächen voller Baumstümpfe darin vorbei. Ein toter Wald im Brackwasser vom Peenetal. Das Wasser steht einen halben Meter hoch auf einer Fläche, die früher einmal aus Wiesen, Weiden und Bäumen bestand. Die Bäume sind abgestorben, nachdem die Fläche 1995 großflächig geflutet wurde und ein Moor als wichtiger CO²-Speicher entstehen soll.  Bis hier allerdings Torf als Moor-Biomasse gebildet wird, werden wohl noch einige Jahrzehnte ins Land gehen. In Zeiten, in denen Moore eher trockengelegt als renaturiert werden, ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Aber zum jetzigen Zeitpunkt irgendwie surreal zu sehen.

 

Um Viertel nach elf machen wir eine knapp halbstündige Frühstückspause, anschließend übernehme ich das Steuer, bis wir um kurz vor drei Uhr bei Soltau einen erneuten Fahrerwechsel vornehmen. Bei 13° Celsius, bewölkt, schließlich Regen kommen wir um kurz vor sechs Uhr am Abend nach knapp acht Stunden Fahrt mit einigen Staus und stockendem Verkehr wieder wohlbehalten im Regen zu Hause in Soest an.

 

Ein schöner, abwechslungsreicher Urlaub bei sehr angenehmem Herbstwetter und wirklich tollen Landschaften liegt nun hinter uns. Auf ein Wiedersehen irgendwann!

 

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Vantourer 600 L Cargo Line

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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