Weiter geht die "Ermittlungsarbeit"...

So., 9. Oktober 2016 / 2. Reisetag / 128 Tageskilometer / vom "Stellplatz am Kombibad", Köln-Paffrath über Refrath nach Soest

Nahe am Ausgangspunkt des Wherigos geparkt
Nahe am Ausgangspunkt des Wherigos geparkt

Nach einer ruhigen Nacht am Schwimmbad in Paffrath beobachten wir beim Frühstück eine französische Großfamilie, die uns mit einem Wohnwagen gegenüber steht. Vor dem Wohnwagen befindet sich ein kleines Zelt, so eine Art Wintervorzelt, in das nacheinander die Familienmitglieder verschwinden: das "Toilettenzelt", in dessen Schutz sich die Familie mit Hilfe eines einfachen Eimers "erleichtert". Dieses Behältnis bekommen wir dann zu Gesicht, als der Vater wenig später mit eben diesem aus dem Zelt kommt und die gelbe Brühe im hohen Bogen ins Gebüsch befördert. Das mit herausfliegende Toilettenpapier wird immerhin mit einer Müllzange (wer so etwas beim Camping dabei hat, scheint mit diesem Prinzip eine Art Routine entwickelt zu haben...) wieder aus dem Busch geklaubt und in einen Müllsack gesteckt. Wir sind uns hundertprozentig sicher, dass der große, zwar nicht neueste Tabbert-Wohnwagen auch ein Bad sein eigen nennt, doch die Familie "friert sich lieber draußen den Hintern ab" und verteilt ihre Fäkalien in der Natur, als dass sie die Toilette im Inneren benutzt. Sachen gibt's, die sind kaum nachvollziehbar...

Es kommt aber noch besser: Die Familie macht sich abfahrbereit, baut ihr "Klozelt" ab und läuft geschäftig hin und her, die Stützen werden hochgekurbelt und schließlich wird der Wohnwagen angehängt, doch der große, blaue Müllsack bleibt die ganze Zeit unbeachtet vor dem Busch stehen. Als überdeutlich wird, dass dieser Sack wohl hier bleiben soll - auf dem Stellplatz gibt es tatsächlich keine Entsorgungsmöglichkeit, da muss man eben seine Hinterlassenschaften wieder mitnehmen - spricht Frau Fernschreiberin freundlich, aber bestimmt die Familie darauf an. Etwas verwirrt und überrascht wird daraufhin der Müllsack in den Eingang des Wohnwagens gestellt und schon ist die Familie verschwunden...

Vom Stellplatz ist der Müll zwar jetzt weg, doch - jede Wette - hinter der nächsten Wegbiegung wahrscheinlich endgültig entledigt...

 

Auf zum Wherigo!

 

Über das eben Erlebte immer noch den Kopf schüttelnd, fahren wir nach dem Frühstück die circa sieben Kilometer bis nach Refrath weiter, wo der Wherigo spielen sollte.

Gut eine Viertelstunde brauchen wir bis dahin und müssen nun schauen, wo wir mit dem Womo mitten in einem Wohngebiet parken können, ohne die Anwohner oder Anlieger zu behindern. Nach einiger Suche bleiben wir einfach am Straßenrand stehen, das erscheint uns am angebrachtesten.

Nochmal die Ausrüstung gecheckt und schon geht's los, schon vor zwölf Uhr machen wir uns auf die Strecke.

 

Das Interessante bei einem Wherigo ist ja die Technik, die dahintersteckt. Nur mit einem wherigofähigen GPS-Gerät oder - meist - mit einem Smartphone und der entsprechenden Software darauf kann man das Spiel absolvieren. Man bekommt Anweisungen und Rätselaufgaben aufs Display und nur wenn man die Aufgaben richtig bearbeitet und den Ort aufsucht, der sich daraus ergibt, wird die nächste Zone freigeschaltet. Angekündigt wird dieses durch ein Piepen im Handy und der nächste Aufgabenabschnitt in dieser Zone folgt, immer eingebettet in ein eigenes "Drehbuch", eine Story.

 

So rätseln und wandern wir, was das Zeug hält. Wir kommen recht gut voran und um kurz nach zwei Uhr am Nachmittag können wir uns als Zwischenstation auch ins Logbuch eines "normalen" Tradi-Caches desselben Owners wie vom Wherigo eintragen und dort weitere wertvolle Informationen über Sherlocks "Hound of Baskervi... nee, Refrath" einheimsen:

 

Logbuch-Eintrag beim "Zwischenstopp"
Logbuch-Eintrag beim "Zwischenstopp"

 supertwinnies found  Rund um Refrath 3: bb10s First

 Sunday, 09 October 2016    Nordrhein-Westfalen, Germany  SW      96.2 km from your home location

 

** Log-Time 14.11 Uhr **

 

Eine schöne Dose in einem tollen Versteck brachte uns während unserer Ermittlertätigkeiten beim Sherlock-Wherigo dieses Extra-Pünktchen und - viel wichtiger 😄 - einen weiteren entscheidenden Hinweis bei der Verbrecherjagd... 👥👀👍

Danke für den Cache und weiter geht's... ☺

 

Viele Grüße aus Soest sagen die

supertwinnies

 

in: TB-Stamp zum Discovern

out: -

Zwischenstation mit "gefährlichem Monster"
Zwischenstation mit "gefährlichem Monster"

Großartig, wie der Cache-Besitzer, der sogenannte Owner, die Story einerseits an Sherlocks Vorlage anlehnt und andererseits die Gegebenheiten vor Ort voll mit ins Spiel einbezieht. So spielen das örtliche Klärwerk mit seinen eingesetzten "Chemikalien" und das Tierheim im Wald eine nicht unbedeutende Rolle in der Geschichte, und begleitet vom dauernden Hundegebell wähnt man den unheimlichen Hund von Baskerville wirklich hinter jedem Baumstamm, wittert überall Geheimnis und Gefahr, was durch Soundeffekte aus dem Wherigo noch unterstützt wird. Ein tolles Outdoor-Abenteuer, das ein kreativer, technik- und computeraffiner, handwerklich begabter Mensch entwickelt, um Mitcachern ein paar spannende und unvergessliche Stunden zu spendieren, und das völlig kostenfrei für denjenigen, der den Wherigo spielt. Doch nein, die wirklich tollen Caches, in die viel Zeit, Aufwand und Kosten investiert wurden, sind häufig den Premiummitgliedern in der Cacherwelt vorbehalten, also denjenigen, die einen Jahresbeitrag von rund dreißig Euro in das weltweite Outdoorspiel investieren. Zu denen gehören wir auch.

Und so wird es möglich, dass wir in einer weiteren Zwischenstation in einer großen Kiste ein wahres "Ungeheuer" finden, das ebenfalls seinen Platz und seine Aufgabe in der Story hat.

Irgendwann kommen wir nach etlichen Spielzügen am "Labor" an, einer Station, die besonders kniffelig ist, da man hier nur mit mehreren gesammelten Hinweisen, die allesamt richtig kombiniert und gedeutet werden müssen, an die weiteren begehrten Informationen kommt, um Licht ins Dunkle der Story zu bekommen.

Uns wird klar, dass wir heute hier nicht fertig werden, einige der mitgeführten Utensilien aus dem Listing sind noch nicht eingesetzt, manche für das Spiel notwendigen Dateien im Smartphone noch nicht mit dem passenden Code entzippt. Wir müssen also nochmal wiederkommen, ganz klar! Die Spielstände auf unseren Handys hatten wir eh schon immer mal wieder zwischengespeichert, so dass wir die Stelle des "Labors" mitten im Wald gut wiederfinden werden, wenn wir baldmöglichst zurückkehren, um das Geheimnis der Toten im Wald von Refrath und die Rolle der Hunde hier endgültig zu lüften. Da kann man nicht einfach auf "halber Strecke" aufhören! 

So machen wir am "Labor" erst mal für heute Schluss, fotografieren und notieren alles Gesehene sorgfältig und peilen für kommendes Wochenende, wenn wir unseren Urlaub ins Elsass starten, hier die "finale Rückkehr" an.

Vorerst bleibt es daher beim Schreiben im Netz bei einer "Write Note", einer Bemerkung, den Found können wir ja noch nicht vermelden:

 

Das "Labor" - vorläufiges heutiges Ende der Ermittlungen
Das "Labor" - vorläufiges heutiges Ende der Ermittlungen

supertwinnies  Write note zu SHERLOCK - The Hounds of Refrath

 

09 Oct 16

 

Was war das ein schönes Wochenende ganz im Zeichen des Meisterdetektivs und seines Assistenten Watson! 😊

 

Nachdem wir am gestrigen Nachmittag schon den Multi "SHERLOCK - Ein Skandal im Mielenforst" desselben genialen Owners erfolgreich gemeistert hatten, wagten wir uns nun recht spontan auch an diesen Wherigo - ein Mammutprojekt von bb10 und eine gewaltige Herausforderung für jeden Cacher.

 

Obwohl - so spontan war es natürlich auch wieder nicht. 😄Zu Ferienbeginn bot sich endlich die Möglichkeit, mit unserem Womo 🚙 Richtung Köln zu ziehen, mit dem alleinigen Ziel dieser Sherlock-Caches, ist eine unserer jugendlichen Zwillingstöchter doch ein bekennender Sherlock-Fan. Und so bekommt man selbst 14-Jährige noch zum Cachen... 😉🏃

Also hatten wir das umfangreiche Equipment für diesen Wherigo auch komplett dabei, wollten uns aber erst mal am Multi versuchen und dann entscheiden, ob wir uns dem Wherigo gewachsen fühlen.

 

Dabei hatten wir immer den noch freien heutigen 13:00 Uhr-Termin im Blick 🕐; wenn der heute (noch spontaner) weg gewesen wäre, hätten wir "in die Röhre" geguckt, aber das Risiko gingen wir ein.

 

Der Termin war und blieb frei, also noch schnell eingetragen, und wir fuhren wir am Abend auf den Stellplatz am Kombibad in Paffrath, verbrachten dort eine schöne, ruhige Nacht 🌜und brachten heute Mittag die wenigen Kilometer Richtung Refrath hinter uns.

 

Und nun sollte es losgehen! "The Game is on!", wie Sherlock immer zu sagen pflegt. Es galt, die mysteriösen Morde von Refrath aufzulösen!

 

Und was soll man sagen! Wir verneigen uns vor dem Einfallsreichtum, dem handwerklichen und medialen Geschick von bb10!! 👍👍👏👏 Was hier in die virtuelle und reale Umgebung investiert wurde, begeistert einfach!! 😀

 

Da ist dieser Wherigo wirklich zu Recht zum "Cache des Monats" ernannt worden, wie dem Update von heute zu entnehmen ist, und wird sicherlich bald auch zu "Bessercacher" gehören! Glückwunsch dazu!! 🎉

 

Mit zwei Samsungs S3 mini der Cachertöchter und zwei Samsungs S5 mini von uns Eltern startend lief es auch anfangs wirklich gut, bis jedoch bald die beiden Handys der Kinder kurz hintereinander aufgaben - warum auch immer... 😯

Auch der Versuch, den Handys die gespeicherten bisherigen Spielstände wieder zu entlocken, misslang. So mussten wir mit der Hälfte der verfügbaren Geräte weiterspielen 📱📱und auch so kamen wir bis zum "Labor" gut durch und waren immer wieder erstaunt und begeistert über die Vielfalt an Stationen im Realen und ihre Verknüpfung im Spiel. ☺

 

Im "Labor" jedoch stockte es zum ersten Mal etwas länger... 😓 Wir grübelten und rätselten, nahmen schließlich das Angebot der Hilfestation an, waren uns aber auch nicht ganz sicher, ob wir die richtigen Koords errätselt hatten... 😮 (nun steht im heutigen Update, dass die Koords der Hilfestation entschärft wurden... hatten wir nun noch die alte oder schon die neue Version? Aber ist ja nun eigentlich auch egal ...).

 

Angesichts des Wissens, was noch alles an Ermittlertätigkeiten vor uns liegt - immerhin war noch längst nicht alles an notwendigem "Zubehör" eingesetzt -, der Tatsache einer eineinhalbstündigen Rückfahrt nach Soest, des Arbeitsbeginns von Vater supertwinnies morgen und der bald hereinbrechenden Dämmerung machten wir also gegen halb sechs am "Labor" erst einmal Schluss, aber nicht ohne den unbedingten Wunsch gefasst zu haben, diesen einmaligen Wherigo zu Ende zu spielen.

"Wir kommen wieder!", sagt Familie supertwinnies, bedankt sich schon mal für diesen tollen, kurzweiligen Nachmittag und grüßt aus Soest.

Wir schlagen den Weg zurück zum Womo ein, von dem wir uns während des Spiels "im Eifer des Gefechts" durchaus ein paar Kilometer entfernt haben und machen uns auf die circa eineinhalbstündige Rückfahrt nach Soest, das wir um kurz nach acht Uhr abends erreichen. Euphorisiert vom bisher Erlebten und Erreichten, aber auch gespannt wegen der noch ausstehenden Ermittlungen lassen wir dieses schöne Cacherwochenende sowohl in Gedanken als auch mit den handgeschriebenen Notizen, durch die gespeicherten Spielstände in den beiden Handys und per zahlreicher "Beweis- und Hinweisfotos" - die natürlich nicht veröffentlicht werden dürfen, damit anderen Cachern nicht die Spannung am Spiel genommen wird - Revue passieren. Wie notierten wir es im Online-Log? "Wir kommen wieder!" Ganz klar!

Das sind wir:

Die Fernschreiber.

 

Gerne unterwegs in unserem Knaus Sky Wave 650 MF.

 

In unserem Wohnmobil sind wir zu Hause, in einem Hotel nur Gast.

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